UN im Zwielicht Perversion der humanitären Hilfe
UN-Mitarbeiter als Hamas-Helfer im Verdacht: Die Vereinten Nationen verspielen im Nahostkonflikt ihre Glaubwürdigkeit, meint StZ-Autor Armin Käfer.
UN-Mitarbeiter als Hamas-Helfer im Verdacht: Die Vereinten Nationen verspielen im Nahostkonflikt ihre Glaubwürdigkeit, meint StZ-Autor Armin Käfer.
Die Vereinten Nationen verwirken im Nahostkonflikt den letzten Rest von Glaubwürdigkeit. Mitarbeiter ihres Palästinenser-Hilfswerks stehen im Verdacht, als Helfershelfer der Hamas an deren Massaker am 7. Oktober beteiligt gewesen zu sein. Das ist zudem nicht der erste Fall, in dem die UN eine zwielichtige Rolle spielen. Auf der Gehaltsliste der UN-Organisation standen wiederholt Hamas-Sympathisanten. UN-Generalsekretär António Guterres hatte unmittelbar nach dem Terrorangriff mit missverständlichem Gerede Zweifel an seiner Unparteilichkeit geschürt. So verhielt sich auch die Weltgesundheitsorganisation, als sie die Lage in Gaza-Kliniken anprangerte, somit implizit israelische Militäraktionen kritisierte, aber zu erwähnen vergaß, dass die Hamas und deren Unterstützer dort Geißeln als Schutzschilde missbrauchen.
Vor diesem Hintergrund war es zwingend, dem zweifelhaften Hilfswerk den Geldhahn zuzudrehen. Deutschland ist einer seiner wichtigsten Geldgeber und steht damit mit in der Verantwortung für alles, was dort schiefläuft. Die Leidtragenden sind allerdings jene, denen das Hilfswerk eigentlich helfen sollte: die Zivilbevölkerung in Gaza.