Unbekannte brechen in Esslinger Ausstellung ein „Good Space“ teils zerstört

Von uls 

Unbekannte verwüsten die Ausstellung der Villa Merkel in der Rennstraße.

Hier war sie noch intakt:  Die Ausstellung „Good Space“ in der Königlichen Eisenbahnwerkstadt in Esslingen. Foto: Ines Rudel
Hier war sie noch intakt: Die Ausstellung „Good Space“ in der Königlichen Eisenbahnwerkstadt in Esslingen. Foto: Ines Rudel

Esslingen - Keine gute Nachricht für die Villa Merkel, die Galerie der Stadt Esslingen: Unbekannte sind am Samstagfrüh in die ehemaligen Königlichen Eisenbahnwerkstätten in der Rennstraße eingebrochen und haben mutwillig Teile der Ausstellung „Good Space“ zerstört, die dort von der Villa Merkel gezeigt wird. Außerdem zerschlugen sie eine große Anzahl von Glasflaschen und brachen eine Geldkassette auf, in der jedoch kein Bargeld enthalten war. Aus einem in der Nähe geparkten Lastwagen stahlen sie auch einen Feuerlöscher, den sie allerdings wieder in nächster Nähe liegen ließen.

Über den angerichteten Schaden kann die Polizei derzeit nur spekulieren, ebenso über die Täter. Zeugen hatten jedoch gegen 5.30 Uhr in der Frühe eine Gruppe von fünf Jugendlichen dort gesehen, die möglicherweise etwas mit der Tat zu tun haben. Jetzt sucht die Polizei dringend Zeugen, die Telefonnummer der Ermittler lautet 07 11/39 90 330.

Werke von 17 internationalen Künstlern

Die Königlichen Eisenbahnwerkstätten in der Rennstraße sind zur Zeit das größte leer stehende Gebäude in Esslingen. In den historischen Backsteinhallen hat der Galerieleiter Andreas Baur zusammen mit den Kuratoren Julia Herrmann, Johannes Kaufmann und Anka Wenzel die Ausstellung „Good Space – Communities, oder das Versprechen von Glück“ untergebracht. Zu sehen sind Skulpturen, Videos, Architekturmodelle, Wandgemälde, Installationen und Fotos von insgesamt 17 internationalen Künstlern.

Die Arbeiten, die auch im Merkelpark und in der Villa Merkel selbst ausgestellt werden, haben das Thema „Gemeinschaft“. In den historischen Hallen in der Rennstraße mit angesagtem Industrie-Charme haben die zeitgenössischen künstlerischen Positionen zu aktuellen Themen wie Migration, Digitalisierung, Wohnungsnot und Klimaveränderung viel Raum. Die Schau, die insgesamt mit rund 150 000 Euro von einer Vielzahl von Förderern unterstützt wird, ist voller aktueller Bezüge aus dem Alltag und der Politik. Was jetzt aus der Ausstellung wird, ist noch ungewiss.