Unentdeckte Infektionen befürchtet Corona-Testbereitschaft in Tübingen bricht ein

Laut Stadt führt die Bundesnotbremse dazu, dass in Tübingen mehr Infizierte ohne Symptome unentdeckt bleiben und weniger Infektionsketten abgebrochen werden. Foto: dpa/Andreas Arnold
Laut Stadt führt die Bundesnotbremse dazu, dass in Tübingen mehr Infizierte ohne Symptome unentdeckt bleiben und weniger Infektionsketten abgebrochen werden. Foto: dpa/Andreas Arnold

Nach dem Ende des „Tübinger Modells“ fürchtet die Stadt einen Anstieg der unerkannten Corona-Infektionen. Angaben vom Dienstag zufolge ist die Zahl der Schnelltests in Tübingen stark eingebrochen.

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Tübingen - Wurden in der letzten Versuchswoche noch 24 000 Tests in Tübingen durchgeführt, waren es in der ersten Woche mit Bundes-Notbremse nur noch 8000.

Lesen Sie hier: Lockerung führte wohl vorübergehend zu mehr Coronainfektionen

Im Rahmen des Modellversuchs „Öffnen mit Sicherheit“ hatten Bürger in Tübingen von März an gegen Vorlage eines negativen Corona-Tests Außengastronomie, Einzelhandel und Kulturvorführungen besuchen können. Die Bundes-Notbremse beendete das Projekt in der vergangenen Woche. Sie setzte auch die Tübinger Regel außer Kraft, die eine Testpflicht für Arbeitnehmer in größeren Betrieben vorsah.

Laut Stadt führt die Bundesnotbremse dazu, dass in Tübingen mehr Infizierte ohne Symptome unentdeckt bleiben und weniger Infektionsketten abgebrochen werden. Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) und Notärztin Lisa Federle baten die Tübinger, die kostenlosen Testangebote weiter möglichst oft zu nutzen. „Je mehr wir testen, umso schneller senken wie die Inzidenz und können Schulen, Kitas und Geschäfte wieder öffnen“, teilten beide mit.

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