Eine Ausstellung im Naturparkzentrum in Murrhardt erzählt von einer Grenze, die Europa einst teilte – und heute verbindet.

Rems-Murr : Frank Rodenhausen (fro)

Mit einer neuen Ausstellung im Naturparkzentrum Murrhardt erinnert der Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald an ein weltgeschichtliches Denkmal: den Obergermanisch-Raetischen Limes. Wie der Naturpark mitteilt, wird die Schau „Der Limes – eine Grenze, die verbindet“ am 14. August 2025 um 18 Uhr eröffnet – mit einem Vortrag von Christian Schweizer vom Carl-Schweizer-Museum.

 

Die Ausstellung der Deutschen Limeskommission würdigt den 20. Jahrestag der Aufnahme des Limes ins Unesco-Welterbe. Roll-Ups, historische Karten und Luftbilder zeigen, wie sich die römische Grenzanlage quer durch Europa, durch Deutschland – und mitten durch den Rems-Murr-Kreis zieht.

Unesco-Welterbe Limes: Geschichte im Naturpark erleben

Im Rems-Murr-Kreis verläuft der Limes auf rund 35 Kilometern durch den Wald – von Großerlach-Grab über Murrhardt, Kaisersbach, Welzheim bis Alfdorf. Spuren wie die Kastell- und Badreste in Murrhardt, das Welzheimer Ost- und Westkastell, das Kleinkastell Ebnisee oder der rekonstruierte Wachturm am Heidenbuckel zeugen von der römischen Präsenz. Der Limes war nicht nur Militärgrenze, sondern auch Handelsroute und Schnittstelle zweier Kulturen.

Christian Schweizer wird in seinem Eröffnungsvortrag auf die Bedeutung dieser Welterbestätte eingehen: als Symbol europäischer Geschichte und als Ort, der heute verbindet, was einst trennte. „Der Limes ist mehr als ein Bodendenkmal“, betont Karl-Dieter Diemer, Geschäftsführer des Naturparks. „Er verbindet Regionen, Menschen und Zeiten.“

Der Limes im Rems-Murr-Kreis:Römerkultur zum Anfassen

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Das Projekt wird vom Land Baden-Württemberg über den Welterbefonds BW finanziert.

Vernissage:

  • Wann? Donnerstag, 14. August, 18 Uhr
  • Wo? Naturparkzentrum Schwäbisch-Fränkischer Wald, Murrhardt
  • Was? Mit Vortrag von Christian Schweizer
  • Infos unter: www.naturpark-sfw.de