Ein Porschefahrer will in Freiberg am Neckar offenbar einer Polizeikontrolle entgehen. Beim Wendemanöver kracht der Porsche in einen Opel – wenig später ist der Führerschein weg.
Der Plan ging gründlich nach hinten los: Ein 44 Jahre alter Porschefahrer hat am Donnerstagabend in Freiberg am Neckar (Kreis Ludwigsburg) versucht, eine Polizeikontrolle zu umgehen. In der Folge baute er einen Unfall und war am Ende seinen Führerschein los. Was war passiert?
Wie die Polizei mitteilte, war der Mann gegen 23.15 Uhr auf der Talstraße unterwegs und wollte vom Wasengelände kommend in Richtung Geisingen fahren. Unter der dortigen Autobahnbrücke führte eine Streifenwagenbesatzung des Polizeireviers Marbach am Neckar zu diesem Zeitpunkt eine stationäre Verkehrskontrolle durch.
Porschefahrer will wenden und kracht in Opel Corsa
Die Polizei geht davon aus, dass der 44-Jährige nicht in die Kontrollstelle fahren wollte. Er hielt an und versuchte, mit seinem Porsche zu wenden. Beim Rangieren stieß er gegen den Opel Corsa eines 54-Jährigen, der verkehrsbedingt hinter dem Porsche angehalten hatte. Die beiden Fahrer tauschten Personalien sowie Fahrzeugdaten aus. Anschließend fuhr der Porschefahrer zurück in Richtung Wasengelände.
Da der Vorfall dem 54-Jährigen verdächtig vorkam, informierte er die Polizeistreife an der Kontrollstelle. Die Beamten trafen den 44-Jährigen später an seiner Wohnanschrift an. Da sie bei ihm Anzeichen für eine alkoholische Beeinflussung feststellten, musste er sich einer Blutentnahme unterziehen. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Am Opel Corsa entstand ein Sachschaden von rund 3.000 Euro; die Schadenshöhe am Porsche ist noch nicht bekannt.