Es ist traurige Gewissheit: Der in Tirol verschüttete Schneeschuhwanderer kommt aus Stuttgart. Eine Rettungsaktion mit zwei Hubschraubern blieb ohne Erfolg.

Kriminalität, Sicherheit und Justiz: Jürgen Bock (jbo)

Die Meldung erschüttert Wintersportler: Bei einem Lawinenabgang in den Tiroler Bergen ist ein deutscher Schneeschuhwanderer tödlich verunglückt. Die Identität des Mannes ist inzwischen geklärt: Demnach kommt der 59-Jährige aus Stuttgart.

 

Der Mann war nach Angaben der österreichischen Polizei am Sonntagmorgen gemeinsam mit zwei Begleitern auf einer Höhe von 2020 Metern unterwegs. Die kleine Gruppe beging den Stubaier Höhenweg, einen alpinen Steig. Im Gemeindegebiet von Neustift im Stubaital wollte die Gruppe eine rund 30 Meter breite, sehr steile Rinne überqueren. Die Schneeschuhwanderer waren offenbar gut ausgerüstet. Die Lawinen-Gefahrenstufe lag laut Lawinenwarndienst Tirol zu diesem Zeitpunkt bei zwei von fünf, also mäßiger Gefahr.

Als der 59-Jährige gegen 11.30 Uhr die heikle Stelle querte, löste sich ein Schneebrett, das ihn rund 400 Meter mitriss und total verschüttete. Die Lawine kam erst nach 700 Höhenmetern zum Stehen. Die Begleiter des Mannes verständigten sofort die Rettungskräfte.

Die Crew des alarmierten Notarzthubschraubers Christophorus 1 aus Innsbruck konnte im Zuge eines Überflugs des Gebiets das Signal eines Lawinenverschüttetensuchgeräts empfangen, das der Verunglückte bei sich trug. Bergretter eilten zu der Stelle und gruben den leblosen Körper des Mannes aus. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Bergsportlers feststellen. Der Leichnam wurde durch den Polizeihubschrauber „Libelle Tirol“ und die Alpinpolizei geborgen und ins Tal geflogen.

Obduktion soll Todesursache klären

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat zur Klärung der genauen Todesursache eine Obduktion angeordnet. Im Einsatz war neben den beiden Hubschraubern, den Bergrettern und der Alpinpolizei auch ein Bergrettungshund mit seinem Hundeführer.