Universität Stuttgart Neues Institut für künstliche Intelligenz

Das Institut ist Teil der Forschungskooperation Cyber Valley. Foto: dpa/Marijan Murat

Die Universität Stuttgart fasst seine Forschungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) zusammen. Ein neu gegründetes Institut soll die fächerübergreifende Forschung fördern und das Zukunftsthema sichtbarer machen.

Familie/Bildung/Soziales: Mathias Bury (ury)

Die Universität Stuttgart bündelt ihre Kompetenzen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Für diesen Zweck hat die Hochschule ein eigenes neues Institut gegründet. Neben der Grundlagenforschung soll die neue Einrichtung dazu beitragen, dass nützliche KI-Anwendungen schneller in der Wirtschaft und in der Gesellschaft umgesetzt werden. Schwerpunkte des neuen Instituts sind die Gebiete „KI für Simulationen“ und „Intelligente Robotik“.

 

„KI verändert die Welt“, sagt die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Petra Olschowski. „Dieser Wandel muss sich auch in neuen Strukturen für Forschung und Lehre widerspiegeln.“ Mit dem neuen Institut setze die Uni Stuttgart ein deutliches Zeichen für KI als eigenständigem Forschungsbereich. Die Zusammenfassung der vielfältigen wissenschaftlichen Aktivitäten der Hochschule auf diesem Gebiet solle KI als Zukunftsthema sichtbarer machen, so die Ministerin. Auch zwei vom Land finanzierte Cyber-Valley-Professuren werden Teil des neuen Instituts sein. Insgesamt wolle man die KI-Region Stuttgart/Tübingen stärken.

Die Neugründung ist Teil des Zukunftskonzepts „Intelligente Systeme für eine zukunftsfähige Gesellschaft“ der Uni Stuttgart. In diesem Rahmen soll das Institut dazu beitragen, „über Fächergrenzen hinweg KI-Anwendungen zum Nutzen der Menschen zu erforschen“, sagt Rektor Wolfram Ressel. So könne man im Bereich Intelligente Robotik etwa „in Medizin und Produktionstechnologien Fortschritte erzielen“. Geschäftsführender Direktor des neuen Instituts ist Steffen Staab, Professor für Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen. Im ersten Schritt forschen dort knapp 40 Personen. Zu den vier Professuren, von denen zwei neu sind, wird eine fünfte kommen. Man geht davon aus, dass sich die Personalstärke innerhalb von zwei Jahren verdoppeln wird.

Nach einer kürzlich veröffentlichten Studie der Berlin School of Business and Innovation (BSBI) liegt Baden-Württemberg im Vergleich aller Bundesländer mit 113 Studiengängen aus den Bereichen Datenwissenschaft und Künstlicher Intelligenz auf dem ersten Platz. Im Städtevergleich liegt Stuttgart mit 30 KI-Studiengängen knapp hinter Berlin (31) und vor München (24). Als Manko stellt die Studie fest, dass deutsche Hochschulen und Unternehmen zwar in der Grundlagenforschung gut seien, das Problem sei häufig aber der Transfer in marktgängige Produkte und Dienstleistungen.

Weitere Themen