Unsere Autoren berichten Die schönsten und schrecklichsten Geschenke zur Geburt
Was schenkt man Eltern zur Geburt ihres Babys? Unsere Autorinnen und Autoren verraten, was ihre schönsten Geschenke waren – und welche man sich sparen kann.
Was schenkt man Eltern zur Geburt ihres Babys? Unsere Autorinnen und Autoren verraten, was ihre schönsten Geschenke waren – und welche man sich sparen kann.
Ein Baby wird geboren und das private Umfeld dreht durch – ein Geschenk muss her! Was können wir für die frisch gebackenen Eltern besorgen? Kolleginnen und Kollegen sammeln Geld für eine mehrstöckige Windeltorte, während die werdenden Omas und Opas in den nächstbesten Klamottenladen stürzen und die Regale nach Größe 52 durchforsten.
Zugegeben: Bei diesen niedlichen Miniatur-Bodies kann man in einem irrationalen Moment der Vorfreude schon mal schwach werden. Doch welche Geschenke zur Geburt können Mütter, Väter und auch das Baby eigentlich wirklich gebrauchen? Wir haben uns in der Redaktion umgehört und Eltern gefragt, was aus ihrer Sicht die besten und was die schlimmsten Geschenke zur Geburt sind.
Das furchtbarste Geschenk bei der Geburt unseres ersten Kindes war ein Klamotten-Set, das aussah wie ein Mini-Anzug mit Fliege. Es war zu klein, stocksteif und traf so gar nicht unseren Geschmack. Wie bekommt man denn da ein Baby rein?
Besonders gefeiert habe ich ein Überraschungspaket von Freunden, in dem für die ganze Familie etwas dabei war: starker Kaffee für den Papa, gesunde Snacks für mich und ein schönes Vorlesebuch für unser Kind. Das hat mich sehr gerührt, weil ich mich da auch als Mama gesehen gefühlt habe. Apropos gerührt: Zu meinen Favoriten beim ersten Kind gehörte definitiv der Gutschein für eine Massage (bei uns um die Ecke) für mich.
Aber was schenkt man beim zweiten Kind? Es ist wirklich so simpel: Fragt die Eltern, was sie gebrauchen können. Mein persönliches Highlight war jeden Tag eine warme Mahlzeit im Wochenbett. Dafür bin ich meiner Schwiegermama bis heute dankbar. Von allen Geschenken zur Geburt hat sich übrigens eines sogar bis heute gehalten: Eine bunte Trinkflasche aus Edelstahl, die unser mittlerweile sechsjähriger Sohn nach wie vor liebt.
Beate Grünewald, Digital-Redakteurin für StZ Familie und Mutter von zwei Kindern (6 und 4 Jahre)
Unser fast 9 Monate altes Kind liebt alles, was Geräusche macht. Ein Schneebesen auf der Tupper-Schüssel wird zum Kinderschlagzeug. Zeitung oder Papiertüte durchkneten, das muss in seinen Ohren wie Meeresrauschen klingen, er liebt das. Knisterbücher und Kuscheltiere? Gibt es auch. Aber schon beim zweiten lässt das Sensationsgefühl nach. Heißt: Spielsachen als Geschenk zur Geburt müssen echt nicht sein. Sie erleichtern den Elternalltag nicht und das Baby schätzt sie erst später.
Anders ist das bei Klamotten, finde ich. Am besten in zwei, drei Kleidergrößen nach der Geburtsgröße. Denn für die Anfangszeit haben die Eltern in der Regel ja vorgesorgt. Und aus gutem Material, ein Body aus Wolle-Seide, ein Overall aus Soft-Fleece, am besten noch nachhaltig produziert. Die fühlen sich angenehm auf der Haut an und sind leicht anzuziehen, also ein Baby- und Eltern-Win. Klar, das ist oft nicht billig. Daher gerne auch gebraucht und als Gemeinschaftsgeschenk. Jedes Mal, wenn wir den Kleinen in die Dino-Hose und den Zitronen-Body kleiden, denken wir an die Gesichter der Schenkenden.
Florian Gann, Redakteur im Team Familie, Bildung und Zusammenleben und Vater eines 9 Monate alten Kindes
Zu den schönsten Geburtsgeschenken gehörten für mich sogenannte Activity-Books, also farbenfrohe Stoffbücher, auf deren Seiten schon Babys viel entdecken können. Kleinkinder finden darin unterschiedliche Aufgaben, können beispielsweise Farben zuordnen, Verschlüsse öffnen oder erste Zahlen lernen. Mit diesen Stoffbüchern haben wir jahrelang langweilige Autofahrten oder Wartezeiten im Restaurant überbrücken können.
Weniger sinnvoll fand ich im Nachhinein die zahlreichen Kuscheltiere, die wir zur Geburt geschenkt bekommen haben, da unser Kind, als es klein war, sein Herz ohnehin nur an ein, zwei Lieblingskuscheltiere gehängt hat und sich lieber später selbst welche aussuchen wollte. Generell würde ich praktische Geburtsgeschenke inzwischen bevorzugen wie zum Beispiel einen DM-Gutschein oder in der Wochenbettphase ein selbst gekochtes Essen vorbeibringen.
Carolin Klinger, Redakteurin für Gesundheit/Psychologie und Mutter einer fünfjährigen TochterWas ist das? Was kann es? Und wozu brauchen wir es überhaupt? Diese Fragen stellen sich frischgebackene Eltern nicht nur im Hinblick auf das kleine Ding, das sie nun (fast) rund um die Uhr beschäftigt und erst einmal komplett abhängig von ihnen ist, sondern auch beim ein oder anderen Geschenk.
Wir haben ehrlich gesagt kaum schlechte Geschenke bekommen. Die Holzklötzchen, mit dem Namen unserer Tochter und ihrem Geburtsdatum … naja. Bezeichnung und Erscheinungsdatum konnten wir uns einigermaßen gut merken, auch wenn sich meine Frau mit Letzterem zunächst regelmäßig um zwei Tage vertat. Spielen wollte unsere Tochter auch nicht damit – und sie verweigert es bis heute, etwas daraus zu konstruieren.
Selbst wenn sie ihre innere Architektin noch findet, eine Karte und ein Gutschein für einen Drogeriemarkt (die sind in den ersten Wochen goldwert), wäre vermutlich hilfreicher gewesen. Die aller größte Freude haben uns diejenigen gemacht, die uns bekocht haben. Denn das war am Anfang die größte Herausforderung: etwas Leckeres auf den Tisch zu bekommen.
Michael Bosch, Expressreporter und Papa eines bald neun Monate alten Mädchens.
Wir haben sehr viele Sachen zur Geburt unserer Tochter bekommen und uns auch über alles gefreut – einfach, weil es schön war zu sehen, wie viele liebe Menschen uns eine Freude machen wollten. Krass fand ich nur das viele Rosa.
Natürlich sind vor allem solche Dinge gut, von denen das Kind länger etwas hat – oder solche, die die Eltern im Notfall „retten“. Bei uns war das ein Beißring, den wir plötzlich und unerwartet an einem Wochenende brauchten. Wir waren sehr froh, dass er da war und direkt geholfen hat.
Ein besonderes Geschenk war das einer guten Freundin: Ein edles Notizbuch, auf das sie eine Karte geklebt hatte, auf der steht „Briefe an meine Tochter“. Sie wusste nicht, dass ich ohnehin vorhatte, so ein Buch zu führen, umso schöner war das Geschenk. Es ist in jeder Hinsicht bleibend – wenn ich eines Tages nicht mehr da bin, hat meine Tochter immer noch meine Worte.
Kathrin Zinser, Leserredakteurin und Mutter einer fünfjährigen Tochter.