Unterbringung in Plochingen Weitere Container für Geflüchtete werden gebraucht
Für die Flüchtlingsunterbringung in Plochingen wird ein zusätzlicher Container beschafft. Eine Aufstockung der bestehenden Unterkunft war wegen der Statik nicht möglich.
Für die Flüchtlingsunterbringung in Plochingen wird ein zusätzlicher Container beschafft. Eine Aufstockung der bestehenden Unterkunft war wegen der Statik nicht möglich.
Mit der Idee, die Container für Geflüchtete in der Eisenbahnstraße um ein drittes Geschoss aufzustocken, ist die Stadt gescheitert. Das ist, wie sich herausgestellt hat, aus statischen Gründen nicht möglich. Nun soll auf demselben Grundstück, angrenzend ans Musikzentrum, eine zweite doppelstöckige Unterkunft für 40 Personen errichtet werden, wofür der Gemeinderat den Bebauungsplan ändert.
Weitere Plätze für Flüchtlinge werden gebraucht, momentan weiß noch niemand, wie und wann sich die Pläne der neuen Bundesregierung auswirken werden. Plochingen ist aus dem vergangenen Jahr noch im Soll mit 16 unterzubringenden Personen. Im laufenden Jahr werden der Stadt 71 Personen neu zugeteilt, von denen ungefähr die Hälfte aus der Ukraine kommt. Insgesamt muss die Stadt 2025 also 87 Plätze zur Verfügung stellen, 24 davon konnte sie zwischen Januar und April in städtischen Unterkünften belegen. Angesichts der verbleibenden mehr als 60 Unterzubringenden sei die neue Containeranlage dringend notwendig, so die Verwaltung. Der Ausschuss für Bauen, Technik und Umwelt des Gemeinderats stimmte deren Aufstellung zu und beschloss gleichzeitig eine erforderliche Änderung des Bebauungsplans, um das Baufenster anzupassen. Das sei auch im Sinn der Firma, die schon länger Interesse an dem Grundstück angemeldet hat. Sie habe signalisiert, an dieser Stelle später eher bauen zu wollen als Parkplätze anzulegen, so Wolfgang Kissling, der Leiter des Verbandsbauamtes.
Hinterfragt wurde im Ausschuss, ob die Container tatsächlich gemietet werden sollen. Die Kosten dafür liegen nach Angaben der Stadt bei 750 000 Euro für vier Jahre. Möglicherweise sei es günstiger, gebrauchte Container zu kaufen, wie man es auch bei der ersten Anlage getan hat, wurde im Gremium vermutet. Dem widersprach Kissling: Es sei sehr aufwendig, die Container für Wohnzwecke herzurichten – und man müsse sich auch die Frage stellen, wie man sie später weiterverwenden könne oder was dann mit ihnen passieren soll.
Insgesamt leben in Plochingen derzeit rund 400 Geflüchtete, davon die Hälfte in städtischen Unterkünften und die andere Hälfte in privaten oder von der Stadt angemieteten Wohnungen.