Unterführung in Feuerbach Wegfall der Fußgängerpassage beim Bahnhof sorgt für Verdruss

Die Unterführung Borsigstraße ist für Fußgänger gesperrt. Foto: Georg Friedel
Die Unterführung Borsigstraße ist für Fußgänger gesperrt. Foto: Georg Friedel

Die Eisenbahnbrücke über die Borsigstraße wird umgebaut. Fußgänger müssen Umwege in Kauf nehmen. Aus dem Bezirksbeirat wird Kritik an der Informationspolitik der Deutschen Bahn laut.

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Feuerbach - Am Bahnhof Feuerbach sind die Arbeiten für Stuttgart 21 angelaufen. Auch die Eisenbahnbrücke über die Borsigstraße muss umgebaut werden. Derzeit ist die Fußgänger-Unterführung Borsigstraße gesperrt. Wer zu Fuß von Feuerbach Nord nach Ost will, muss die Fußgängerunterführung in der Verlängerung der Kremserstraße zur Kruppstraße nehmen: „Dies bedeutet für die Anwohner und Beschäftigten aus dem Bereich der Steiermärker Straße/Wernerstraße einen Umweg von 500 Metern“, sagt Bezirksbeirat Roland Saur (SÖS/Die Linke). Betriebsräte und Beschäftigte der Firma Bosch hätten ihn angesprochen und sich über den Umweg beschwert, so Saur weiter. Auch die Besucher der Moschee an der Mauserstraße müssen einen gehörigen Umweg in Kauf nehmen, wenn sie mit der Bahn anreisen.

Kritik an der Deutschen Bahn

Saur kritisiert die Informationspolitik der Deutschen Bahn, denn laut seinen Angaben sei im Vorfeld der Arbeiten nie die Rede von einer Sperrung der Fußgängerunterführung Borsigstraße gewesen. Doch nun heiße es nach Aussagen des Kommunikationsbüros Stuttgart 21, die Sperrung solle bis 2019 andauern. Deshalb hat Saur im Bezirksbeirat einen Antrag gestellt. Darin fordert er, dass zumindest in der Zeit, in der nicht an der Brücke gebaut werde, der Durchgang für die Fußgänger passierbar bleibe. Zudem hat der SÖS-Vertreter eine E-Mail an Alice Kaiser geschrieben und darin die Bürgerbeauftragte der Stadt für Stuttgart 21 aufgefordert, zu dem Sachverhalt Stellung zu beziehen.

Es liege auf der Hand, antwortete ihm Alice Kaiser, dass jede Baustelle Beeinträchtigungen mit sich bringe. Der Umweg über die bestehende Fußgängerunterführung Kruppstraße sei von den Planern unter den gegebenen Umständen als zumutbar angesehen worden. Zudem werde es nach dem jetzigen Planungsstand voraussichtlich zwei längere Phasen geben, in denen nicht gebaut werde: „In dieser Zeit ist beabsichtigt, den Gehweg wieder herzustellen“, kündigt die S-21-Beauftragte der Stadt an. Im Übrigen seien alle ansässigen Firmen als Anlieger über die notwendigen Maßnahmen informiert worden.

Dennoch unterstützte der Bezirksbeirat Feuerbach den Antrag einstimmig und forderte, dass in den baufreien Zeiten die Unterführung passierbar bleiben solle.




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