Unternehmen in der Corona-Krise Trotz Hilfspaket – Droht dem Handel eine Pleitewelle?

Von red/afp 

Zu spät und nicht für alle – der Handelsverband kritisiert das Hilfspaket der Bundesregierung. Mit dem Geld soll vor allem Kleinunternehmern in der Corona-Krise geholfen werden.

Auch an der Stuttgarter Königstraße ruht der Verkauf. Für viele Unternehmen ist die Situation ein finanzielles Desaster. (Archivbild) Foto: Lichtgut/Julian Rettig
Auch an der Stuttgarter Königstraße ruht der Verkauf. Für viele Unternehmen ist die Situation ein finanzielles Desaster. (Archivbild) Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Berlin - Das Hilfspaket der Regierung für Unternehmen in der Corona-Krise könnte aus Sicht des Handelsverbands HDE für viele Einzelhändler zu spät kommen und muss verbessert werden. „Unter den gegebenen Umständen halten viele Einzelhändler nicht länger als vier Wochen aus“, warnte HDE-Geschäftsführer Stefan Genth am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Volkswagen und Audi Partnerverband (VAPV).

Genth sieht „weiterhin die Gefahr, dass die Kreditbewilligung durch die Banken zu lange dauert“. Wenn die Regierung nicht nachbessere, drohe eine Pleitewelle in den Innenstädten, unter anderem müssten alteingesessene Schuh- und Bekleidungsgeschäfte schließen.

Außerdem laufe etwa jeder sechste Händler aufgrund seiner mittleren Größe Gefahr, „zwischen den einzelnen Förderprogrammen der Bundesregierung durchzufallen“, erklärte Genth weiter. Auch solchen Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern, die bislang nicht von Soforthilfen profitierten, müsse der Staat helfen, „indem er zum Beispiel die horrenden Mietkosten in den deutschen Innenstädten bezuschusst“.