Unternehmensporträt aus Steinenbronn Ein kleiner Mittelständler mit viel Energie

Von Caroline Holowiecki 

In quasi jeder Firma gibt es einen Elektro-Gabelstapler. Das Unternehmen Atec aus Steinenbronn kümmert sich erfolgreich um deren Batterien. Und man denkt noch weiter.

Atec-Prokurist Michael Pape mit Mitarbeiter Antonios Kechagias, der gerade eine Stapler-Batterie aus mehreren Zellen zusammenstellt. Foto: Caroline Holowiecki
Atec-Prokurist Michael Pape mit Mitarbeiter Antonios Kechagias, der gerade eine Stapler-Batterie aus mehreren Zellen zusammenstellt. Foto: Caroline Holowiecki

Steinenbronn - Alle Welt redet von E-Mobilität, und auch die Firma Atec Batterien mit Sitz im Steinenbronner Gewerbegebiet setzt auf Elektro. Spezialisiert hat sich der Betrieb im Autoland Baden-Württemberg allerdings nicht etwa auf Pkws, sondern auf die Industrie. In erster Linie beschäftigt sich das mehr als 30 Jahre alte Unternehmen mit Batterien für Gabelstapler, und in Steinenbronn wird auch nicht produziert, sondern nur gehandelt.

„Kaufen und verkaufen ist unsere Stärke“, sagt Michael Pape, seit Februar als Prokurist im Team. Atec kooperiert mit den großen – zumeist deutschen – Herstellern wie Still oder Jungheinrich und übernimmt als Dienstleister bei Batterien und der dazugehörigen Ladetechnik den Service, die Wartung und die Entsorgung. „Bei uns geht es um Schnelligkeit. Bei uns ruft der Kunde an, wenn der Stapler steht“, erklärt er.

Es gab einen kleinen Corona-Einbruch

Noch vor der Automobilindustrie sind Gabelstapler-Hersteller auf E-Antriebe umgestiegen, um schädliche Abgase aus Lagerhallen zu verbannen. „Verbrennungsstapler werden von Tag zu Tag weniger, der Markt steigt stetig“, sagt Pape. Quasi jede Firma hat heute einen Elektrostapler. In dieser Nische hat es sich der kleine Mittelständler mit seinen 15 Mitarbeitern bequem gemacht. Michael Pape nennt Zahlen: 2018 lag das Umsatzvolumen demnach bei 1,9 Millionen Euro, 2019 bei 2,9 Millionen, und im aktuellen Krisenjahr geht er von fünf Millionen Euro aus. „Wir sind stark im Wachstum“, sagt er, und trotz eines kleinen Corona-Einbruchs habe das Unternehmen keine Kurzarbeit angemeldet. Die Delle habe man mit dem Abbau von Überstunden kompensiert. „Wir lagen beim Auftragsvolumen 40 bis 50 Prozent über dem Limit, was wir so nicht hätten abarbeiten können“, sagt Michael Pape.

Gleichzeitig hat Atec in der Krise wieder sein Lager gefüllt. Auf 50 Stellplätzen warten nun Waren im Wert von einer Million Euro; Komplettbatterien, Zellen, Stahltröge. Der Vorteil: Während jeder Automobilhersteller seine eigene Batterie baut, sind die Zellen für Stapler einheitlich. Doch bei Atec wird weitergedacht. In den Bereich Notstromversorgung will man laut Michael Pape mehr einsteigen. Auch in Sparten wie Brandmeldeanlagen, Alarmsysteme oder Medizintechnik liefert und begleitet das Unternehmen.




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