Erfahren Sie im Artikel den Unterschied zwischen Super G und Abfahrt beim Ski Alpin und welche Disziplinen es sonst noch gibt.

Der Skisport bietet insbesondere im Winter spektakuläre Wettkämpfe. Neben Skispringen und Biathlon kann man auch Ski Alpin bestaunen. Hierbei gibt es verschiedene Disziplinen, die in technische und Speed-Disziplinen unterteilt werden.

Darauf kommt es bei der „Abfahrt“ und beim „Super G“ an

Bei der Abfahrt geht es vor allem um Geschwindigkeit. Die Strecken sind mit Gleitpassagen und Steilhängen sowie Sprüngen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 140 km/h anspruchsvoll. Wer das Rennen gewinnt, entscheiden oftmals sogar Hundertstelsekunden. Bei der Disziplin Abfahrt wird lediglich ein Durchgang durchgeführt. Außerdem gehört sie zu den körperlich herausforderndsten Disziplinen. Bei der Abfahrt darf zudem ein Trainingslauf absolviert werden.

Der Super G, kurz „Super Giant Slalom“, ist Teil der Speed-Disziplinen und hat im Vergleich zur Abfahrt mehr Richtungswechsel, kürzere Torabstände und im Allgemeinen eine kürzere Strecke, die aber technisch anspruchsvoller ist. Auch hier wird der Gewinner nach nur einem Durchgang ermittelt. Die Anzahl der Tore beträgt mindestens 35 (Männer) bzw. 30 (Frauen), die mindestens in einem Abstand von 25 Meter platziert werden dürfen. Verglichen mit der Abfahrt darf hier kein Trainingslauf absolviert werden. Die Läufer können die Strecke am Renntag lediglich besichtigen.

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Abfahrt oder Super G - Was ist schneller?

Der Super G ist nach der Abfahrt die zweitschnellste Disziplin im Ski-Alpin. Weitere Disziplinen sind: Riesenslalom, Slalom, Kombination, Parallel-Wettkampf und Team Event.

Riesenslalom: Darum geht es

Der Riesenslalom gehört aufgrund seiner stetigen Richtungswechsel zu den technischen Disziplinen. Die Disziplin wird in zwei Durchgängen absolviert, in einem Weltcup dürfen die besten 30 des ersten Durchgangs im zweiten Durchgang um die Medaillenplätze fahren. Hier wird in umgekehrter Reihenfolge gefahren. Das heißt, derjenige, der im ersten Durchgang die beste Zeit hat, wird als Letzter starten. Die Zeiten aus beiden Läufen werden addiert, der Läufer mit der besten Gesamtzeit gewinnt. Unter den professionellen Disziplinen ist der Riesenslalom die Disziplin, die am meisten dem Skifahren ähnelt, wie wir es aus dem Freizeitsport kennen.

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Slalom und Unterschied zum Riesenslalom

Der Slalom-Kurs beinhaltet deutlich mehr Tore als der Riesenslalom-Kurs, was den Slalom auch zur langsameren Strecke macht. Während beim Riesenslalom mehr beschleunigt werden kann, sind beim Slalom mehr Schwünge gefragt. Die Tore beim Slalom sind lediglich rote und blaue Stangen, während beim Riesenslalom eine Doppelstange und ein Kunststoffstreifen die Tore bilden:

Die Tore beim Riesenslalom. Quelle: Pierre Teyssot / shutterstock.com

So sieht ein Slalom-Kurs aus. Quelle. Happy_ Jinny / shutterstock.com

Des Weiteren ist die Strecke beim Riesenslalom länger als beim Slalom. Aufgrund der hohen Anzahl der Tore beim Slalom werden diese von den Läufern regelrecht weggeschlagen, da die Athleten in einer engeren und direkteren Linie unterwegs sind. Im Riesenslalom stehen die Tore deutlich weiter auseinander, weshalb die Läufer kaum mit ihnen in Berührung kommen.

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Kombination, Parallel-Wettkampf und Team-Event

Bei der Alpine Kombination werden Super-G (Slalom) und Abfahrt (Speed-Rennen) kombiniert. Für das Endergebnis werden beide Zeiten addiert.

Der Parallel-Wettkampf lässt zwei Läufer im direkten Vergleich starten. Das heißt, dass es zwei identische parallele Strecken gibt. Im direkten Duell wird dann im K.-o.-System gefahren.

Beim Team-Event besteht (laut FIS-Regeln) ein Team aus fünf Startern. Im Wettbewerb selbst zählen die drei besten Zeiten. Zusätzlich gibt es noch zwei Sonderformen: Das „Combined Team Event“ (maximal 6 Athleten) und das „Alpine Team Event“ (maximal 6 Athleten), bei denen Frauen und Männer im Mixed antreten. Beim Combined Team Event handelt es sich um eine Kombination aus Super-G und Slalom, beim Alpine Team Event treten die Athleten im Parallel-Riesenslalom an.