Unterstützung für Manufaktur Schorndorf Kultureinrichtung geht gegen AfD-Beitrag vor

Der Club Manufaktur will erreichen, dass die AfD-Vorwürfe gegen das soziokulturelle Zentrum gelöscht werden. Foto: © C) Gottfried Stoppel/Gottfried Stoppel
Der Club Manufaktur will erreichen, dass die AfD-Vorwürfe gegen das soziokulturelle Zentrum gelöscht werden. Foto: © C) Gottfried Stoppel/Gottfried Stoppel

Der Club Manufaktur Schorndorf will Vorwürfe der AfD nicht auf sich sitzen lassen: Die Verantwortlichen haben sich bei Facebook über den entsprechenden Beitrag beschwert. Ein Medienanwalt wird eingeschaltet.

Rems-Murr: Isabelle Butschek (ibu)

Schorndorf - Bei Facebook hat sich der Schorndorfer Club Manufaktur schon beschwert: „Wir wollen massiv gegen den AfD-Post vorgehen und wollen, dass er gelöscht wird“, sagt Programmdirektor Werner Hassler. Deswegen habe man auch die Mitglieder des Vereins aufgerufen, sich an das soziale Netzwerk zu wenden. Dass das soziokulturelle Zentrum in einer Mitteilung der AfD Schorndorf als Handlanger von Schlägern bezeichnet wird (wir berichteten), das wollen die Verantwortlichen nicht auf sich sitzen lassen. „Irgendwas bleibt hängen, deswegen müssen wir das unterbinden“, sagt Hassler. Auch ein Medienanwalt wird eingeschaltet werden.

Derweil bekommt der Club Manufaktur in den sozialen Netzwerken auch viel Unterstützung. „Manufaktur – alles richtig gemacht“, schreibt die Grünen-Landtagsabgeordnete Brigitte Lösch. Alan Covic von der Scala Ludwigsburg findet, dass gerade sub- und soziokulturelle Kultur Bollwerk gegen anti-demokratische Gedanken sei: „Ich bin und bleibe Fan der Manufaktur. Jetzt erst recht.“

Und ganz ausführlich meldet sich der Theaterverein Teatro Zanni zu Wort, der die Einrichtung für Proben und für Aufführungen nutzt: „Versuche, Institutionen wie den Club Manufaktur allein deshalb zu kriminalisieren, dass sie ein der AfD nicht opportunistisch gefälliges Bild abgeben, können wir nicht nur inhaltlich nicht ernst nehmen, wir betrachten sie auch als Angriff auf die Vielfältigkeit kulturellen Lebens“, schreibt die Theatergruppe.




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