Überraschender Rückenwind für die Außengastronomie-Pläne der Staatstheater Stuttgart. Der Verein Aufbruch Stuttgart begrüßt das Konzept und fordert das Verlegen der Hauptradroute 1.

Wirkliche Freunde, dachte man, werden der Verein Aufbruch Stuttgart und die Staatstheater Stuttgart nicht mehr. Zu deutlich hatten Wieland Backes als Mitgründer und Vorsitzender und Thomas Rossmann als aktueller Aufbruch-Verantwortlicher immer wieder die Konzepte für die Erweiterung des Staatstheater-Areals um 10 000 Quadratmeter Nutzfläche und die Generalsanierung des Opernhauses kritisiert. Nun aber bekommen die Staatstheater Aufbruch-Rückenwind – für die Pläne einer Außengastronomie zwischen Opernhaus und Schauspielhaus.

 

„Mit größtem Befremden“, schreibt Thomas Rossmann, verfolge man die Diskussion um die Pläne der Staatstheater und um die Hauptradroute 1. Diese verläuft aktuell durch den Schlossgarten und damit auch zwischen Opernhaus und Eckensee. Es gebe „kaum einen schöneren Platz in der Stadt als vor dem Ensemble der Theaterbauten mit Blick auf den Park und den Eckensee“, so Rossmann. Und: „Ein Theatercafé würde zur Aufwertung des öffentlichen Raums beitragen und die Attraktivität der Innenstadt erhöhen.“ Zudem könne man auf „eine Belebung der Gebäude auch über die Vorstellungen in den Abendstunden hinaus“ hoffen.

So könnte die Szenerie aussehen Foto: südstudio

Und die Hauptradroute 1? Rossmann knapp: „Den Radschnellweg durch den Schlossgarten zu führen, war von Anfang an eine krasse Fehlentscheidung. Der Park dient dem Aufenthalt von Erholungsuchenden und Familien mit Kindern. Aber weder kleine Kinder noch Erwachsene sollten sich im Schlossgarten vor eiligen Radfahrern in Acht nehmen müssen oder ständig Gefahr laufen, verletzt zu werden.“ Für die Aufbruch-Verantwortlichen ist klar: „Falls die geplante Außengastronomie der Staatstheater mit dem Hinweis auf die Risiken durch den Radschnellweg abgelehnt würde, hätten Fußgänger als das schwächste Glied in der Kette wieder einmal das Nachsehen.“

Radschnellweg soll an die B 14

Das Fazit der sich selbst als Stuttgart-Vordenker verstehenden Aufbruch-Mitstreiter: „Der Radschnellweg gehört zwingend auf die Seite zur B14.“ Das Zögern der Rathaus-Fraktionen von SPD und CDU sei unverständlich.