Unterwegs mit dem Galerieverein Kunstspaziergang durch Böblingen

Der Galerieverein auf Kunstspaziergang durch Böblingen. Foto: © Attila Melzer
Der Galerieverein auf Kunstspaziergang durch Böblingen. Foto: © Attila Melzer

Um Kunst im öffentlichen Raum ging es zuletzt bei einem Stadtrundgang des Böblinger Galerievereins.

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Böblingen - Kunst im öffentlichen Raum – meist geht man daran vorbei und beachtet sie kaum. Manchmal hält man auch inne und fragt sich, wer das Kunstwerk geschaffen hat, was sich der Künstler dabei gedacht hat, was er damit ausdrücken will und warum es grade an diesem Ort steht. . .

Um diese Fragen ging es beim Stadtspaziergang mit Heidrun Behm und Attila Melzer, die von Corinna Steimel und Traudl Heyder bei der Interpretation der Kunstwerke Unterstützung erhielten. Eingeladen hatte der Galerieverein Böblingen – und mehr als zwanzig Kunstinteressierte folgten. Der Spaziergang führte die Teilnehmenden unter anderem zu den Kunstwerken, die anlässlich der Böblinger Landesgartenschau 1996 von der Stadt angekauft wurden.

Von Amphoren bis Schrottpresse

Erstes Ziel waren die „Amphoren“ am Oberen See. Hier schuf Franz Stähler mit seinen neun Vasen eine markante „Landart“. Die Spazierenden lernten, die markanten Werke mit anderen Augen zu sehen. Vorbei an der Stahlplastik unter einer gewachsenen Blätterkuppel von Siegfried Ulmer ging es zum Kaufmännischen Berufsschulzentrum, vorbei am Götterboten „Merkur/Hermes“ von Wolfgang Wessel. Sicher wurde er hier bewusst platziert, wurde er doch in der Antike als Gott der Händler verehrt.

Bei der „Familie im Rund“ von Karl-Ulrich Nuss handelt es sich um eine vierköpfige Familie auf einer runden Scheibe. Von den Schülerinnen und Schülern wird diese Scheibe ganz gern als Pausenbank in Beschlag genommen. „Was für eine gelungene Skulptur“, waren sich hier alle einig.

Im Hof vom Landratsamt rätselten die Beteiligten, was der Künstler wohl in seiner „Schrottpresse“ verarbeitet hat. Schaut man genau hin, so erkennt man die alten, verzinkten Mülleimer, die schon vor Jahren ausrangiert und wohl von Lutz Ackermann für sein Kunstwerk gesammelt wurden.

Hans Bäurles gekreuzigte Natur an der Stadtkirche

Was soll das Kreuz am Turm der Stadtkirche? Wer wird da gekreuzigt? Es ist die Natur, die Kreatur, die hier am Kreuze hängt, typisch für Hans Bäurle, der immer wieder auf diese Problematik mit seiner Kunst aufmerksam macht. Hier geht es um die Versöhnung der Schöpfung durch den Kreuzestod Jesu. Mit der Kreuzigung Jesu nimmt Gott Anteil am Leiden der Menschheit und der Kreatur.

Dieser Kunstspaziergang soll laut Galerieverein der Auftakt für weitere Aktionen sein, in denen die Kunst im öffentlichen Raum Böblingens vermittelt werden soll.




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