Unterwegs mit Stuttgarts Fahrbibliothek So funktioniert die Bücherei auf Rädern

Von Laura Hornberger 

Max und Moritz heißen die beiden Bibliotheksbusse, die durch Stuttgart fahren. Sie bringen Bücher, Hörspiele und Zeitschriften in die Stadtteile, in denen es keine Bibliothek gibt. Wir haben ihre Tour im Video begleitet.

Stuttgart - Gute Nachrichten für Bücherfreunde, die keine Bibliothek im eigenen Stadtteil haben: Die beiden Bücherbusse Max und Moritz sind mit rund 4.500 Medien pro Bus im Stuttgarter Stadtgebiet unterwegs. 22 Haltestellen fahren sie an – zum Beispiel Rohracker, Heslach und Hedelfingen. Jede Woche stehen die Fahrbibliotheken zur selben Zeit am selben Ort. Besucher erwartet eine Auswahl an Romanen, Sachliteratur, Zeitschriften und audiovisuellen Medien. Laut Sabine Fischer-Uhl, die die Fahrbibliothek leitet, sind auch Hörspiele sehr beliebt. „Die sind vielen Besuchern privat zu teuer“, sagt sie. Alle Medien werden stetig aktualisiert und können auch vorbestellt werden. Nutzen kann das Angebot jeder mit einem gültigen Bibliotheksausweis.

Fahrbibliotheken als Besuchzentrum

Einige Kunden besuchen die Fahrbibliotheken bereits seit Jahren. „Das Besondere ist die Kundennähe“, sagt Busfahrer Oliver Ehrke. Er unterhält sich gerne über Bücher und Neuigkeiten aus dem jeweiligen Stadtteil. Oftmals kennen die Angestellten der Busse bereits die Vorlieben der Besucher und bringen ausgewählte Bücher auch mal ohne Vorbestellung mit. Für Sandra ist dies nur einer der Gründe, weshalb sie seit 30 Jahren den Bus Moritz in Hedelfingen besucht. Auch der Weg in die nächste Stadtteilbücherei sei ihr zu weit. Vormittags stehen Max und Moritz meist in der Nähe von Schulen, gegen Nachmittag werden dann zentrale Haltestellen für Senioren und Berufstätige angefahren. In unserem Video sehen Sie wie es im Bus Moritz aussieht und was Sie dort erwartet.

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