Unwetter im Rems-Murr-Kreis Vollgelaufene Keller und überflutete Straßen

Allein in Plüderhausen hatte die Feuerwehr fast 50 Einsätze zu bewältigen (Symbolbild). Foto: StZN/Phillip Weingand
Allein in Plüderhausen hatte die Feuerwehr fast 50 Einsätze zu bewältigen (Symbolbild). Foto: StZN/Phillip Weingand

Heftiger Wind und Starkregen sind am Mittwochabend über den Rems-Murr-Kreis hinweggezogen. Vor allem im Raum Schorndorf hatten Polizei und Feuerwehr viel zu tun. Es soll weitere Unwetter geben.

Rems-Murr: Phillip Weingand (wei)
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Rems-Murr-Kreis - Ein heftiges Unwetter ist am Mittwochabend über den Rems-Murr-Kreis und die angrenzenden Landkreise hinweggezogen. Laut der Polizei gab es keine Verletzten – aber Sturmböen und Starkregen verursachten Schäden. Das Unwetter zog von Südenwesten her in nordöstlicher Richtung über den Kreis. Der erste Ausläufer traf den Schorndorfer Raum gegen 19.30 Uhr, gegen Mitternacht und in den frühen Morgenstunden gab es erneut heftige Niederschläge, diesmal auch im Raum Spiegelberg.

Mehrere Keller liefen voll, Straßen wurden von Wasser und ausgeschwemmtem Geröll bedeckt. Im Rems-Murr-Kreis waren vor allem die Stadt Schorndorf und umliegende Kommunen betroffen. Die Feuerwehr war wegen mehrerer überfluteter Keller im Einsatz. In der Birkenallee in Plüderhausen wurde die Bahnunterführung überflutet. Dort steckte ein Wagen fest. „Die Person, die sich darin befand, konnte sich selbst befreien“, so ein Sprecher der Feuerwehr. Die Einsatzkräfte schafften es, das Auto aus der überfluteten Unterführung herauszuziehen. „Allein in Plüderhausen hatten wir 48 Einsätze“, so der Sprecher.

Schorndorf: „Das Wasser kam durch die Steckdose“

Unter den Betroffenen in Schorndorf ist Jakob Härer, der in der Altstadt ein Einrichtungs- und Bekleidungsgeschäft betreibt. Der Regen habe in der verwinkelten Altstadt nicht schnell genug abfließen können und sich in Nischen gesammelt. „Das Wasser ist dann bei mir durch die Wand gekommen, sogar durch die Steckdose“, berichtet Härer. Der Schaden habe sich in Grenzen gehalten, weil er keine Ware auf dem Boden lagere. „Regale und Kleiderständer musste ich aber jetzt zum Trocknen nach draußen stellen.“

Auch für Donnerstag warnt der Deutsche Wetterdienst vor schwerem Gewitter. Vor allem in den Abendstunden könne es zu Starkregen, Hagel und Sturmböen bis in den Orkanbereich kommen.




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