Unwetterschäden in Stuttgart Opernhaus soll am Samstag wieder öffnen

Das sieht gar nicht gut aus: die Reste des Opernhaus-Daches am Boden in Stuttgart. Foto: dpa/Marijan Murat

Die Ballettpremiere am Mittwoch ist ausgefallen, im Opernhaus haben Dachdecker vorerst das Sagen. Der Intendant hofft, dass ab Samstag wieder gespielt werden kann. Aber dafür gibt es Bedingungen.

Kultur: Tim Schleider (schl)

Stuttgart - Zwei Dachdeckerfirmen waren am Mittwoch im und auf dem Stuttgarter Opernhaus aktiv, um die schweren Sturmschäden am Hauptgebäude des Staatstheaters am Eckensee vorläufig auszubessern. Das Ziel ist nach Angaben von Marc-Oliver Hendriks, dem Geschäftsführenden Intendanten, den derzeit unterbrochenen Spielbetrieb im Großen Haus bereits am Samstagabend wieder aufnehmen zu können: „Die Schäden sind groß. Aber wir wollen so schnell wie möglich wieder für unser Publikum da sein.“

 

Wie unsere Zeitung berichtete, hat das Unwetter am Montagabend in das Kupferdach des Opernhauses eine 500 Quadratmeter große Lücke gerissen, durch die hernach wahre Regenmassen in das Gebäude eindrangen. Ein zweites starkes Unwetter am Dienstagnachmittag verstärkte den Schaden noch. Die umgehend gewonnenen Handwerker konnten bis zum Mittwochnachmittag immerhin 100 Quadratmeter bereits wieder schließen. Hendriks hoffte zu diesem Zeitpunkt, dass die Dacharbeiten bis zum Donnerstag abgeschlossen sind. „Danach können wir im Theater heizen und trocknen. Die Bühne und der Zuschauerbereich sind zum Glück nicht direkt durch den Wasserschaden betroffen.“ Gleichwohl müsse natürlich auch die Sicherheit der Technik geprüft werden. „Wenn alles klappt, kann am Samstag um 19 Uhr die Premiere des Ballettabends ,Höhepunkte‘ über die Bühne gehen.“

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Diese Premiere hätte am Mittwochabend stattfinden sollen, doch bleibt das Opernhaus für Vorstellungen vorerst geschlossen. Und im 3. Rang bleiben überhaupt bis auf Weiteres die Lichter aus; hier ist die Feuchtigkeit in den Gips an Wand und Decken gezogen. „150 Zuschauerplätze fallen leider bis zum Saisonende weg. Aber immerhin 550 Tickets werden wir auch zukünftig bis zur Sommerpause für jede Vorstellung verkaufen können.“

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