Unwort des Jahres Der „Gutmensch“ gehört den Toten Hosen

Der Manager der Band „Die toten Hosen“ ist der Inhaber der Wortmarke „Gutmensch“. (Archivfoto) Foto: dpa
Der Manager der Band „Die toten Hosen“ ist der Inhaber der Wortmarke „Gutmensch“. (Archivfoto) Foto: dpa

Was im Jahr 2014 als „interner Gag“ der Toten Hosen begonnen hat, ist jetzt in aller Munde. Der Manager der Band hatte sich die Markenrechte an „Gutmensch“ gesichert.

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Düsseldorf - Die Toten Hosen haben sich bereits vor über einem Jahr die Markenrechte am neuen Unwort des Jahres gesichert. Der Manager der Düsseldorfer Punker, Patrick Orth, sei als Inhaber der Wortmarke „Gutmensch“ eingetragen, bestätigte das Deutsche Patent- und Markenamt in München am Donnerstag Informationen der „Bild-Zeitung“.

Eigentlich sei das 2014 ein „interner Gag“ gewesen, sagte Orth am Donnerstag. „Nachdem ja schon seit Jahrzehnten aus allen möglichen Richtungen versucht wird, Menschen, die sich gesellschaftlich engagieren, mit dem Wort zu diskreditieren.“ Die Toten Hosen sind bekannt dafür, sich auch politisch und sozial zu engagieren.

Deutungshoheit zurückgewinnen

„Um die Deutungshoheit zurückzugewinnen, hatten wir den Einfall, das Wort als Marke eintragen zu lassen“, sagte Orth. Durch den Verkauf von „Gutmensch“-Produkten könne man nun Initiativen unterstützen, die einem am Herzen liegen.

Im Internet-Shop der Hosen ist ein T-Shirt erhältlich: „Gutmensch - No one likes us. We don’t care!“ (Keiner mag uns. Wir scheren uns nicht darum.“) „Gutmensch“ war am Dienstag in Darmstadt zum „Unwort des Jahres 2015“ gekürt worden. Das Schlagwort diffamiere „Toleranz und Hilfsbereitschaft pauschal als naiv, dumm und weltfremd“, hieß es zur Begründung.




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