Urabstimmung Busfahrer votieren für Streik

Im Tarifkonflikt des Privaten Omnibusgewerbes droht ein unbefristeter Streik.

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Stuttgart - Im Tarifkonflikt des Privaten Omnibusgewerbes droht ein unbefristeter Streik. Dafür votierten bei der Urabstimmung fast 98 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder, wie Verdi-Verhandlungsführer Rudolf Hausmann am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. „Der Zug in Richtung gutes Tarifergebnis ist damit abgefahren, die Türen stehen weiterhin offen. Die Arbeitgeber sollten jetzt aber schnell aufspringen.“

Die Gewerkschaft will am Freitag über das weitere Vorgehen beraten. Bereits in den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Warnstreiks gegeben. Hintergrund ist der Tarifstreit mit dem Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO).

30 Tage Urlaub für alle

Die Gewerkschaft will in einem neuen Manteltarifvertrag deutlich bessere Arbeitsbedingungen durchsetzen. Dazu zählen 30 Tage Urlaub für alle. Zudem sollen die Löhne auch im Krankheitsfall zu 100 Prozent weitergezahlt werden, fordern die Arbeitnehmervertreter.

Der WBO hatte den Forderungskatalog von Verdi immer wieder kritisiert: Würden alle Punkte erfüllt, müssten zur Finanzierung die Fahrpreise spürbar erhöht werden. Verdi hatte nach fünf Runden das Scheitern der Verhandlungen erklärt. Wann die Tarifpartner an den Verhandlungstisch zurückkehren, ist offen.

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