Viele Deutsche fragen sich aktuell, ob der Urlaub in Ägypten im Moment sicher ist. So schätzen die USA die Lage ein.
Das Auswärtige Amt hat am 6. März seine Reise- und Sicherheitshinweise für Ägypten wegen des Krieges im Nahen Osten aktualisiert. Zwar gibt es weiterhin keine generelle Reisewarnung für das Land, doch die Behörde gibt Reisenden einige Empfehlungen. Unter anderem sollten Touristen sich über die aktuelle Situation auf dem Laufenden halten, die Nähe von Militäreinrichtungen und Gebäuden der USA meiden sowie die Anweisungen lokaler Behörden befolgen. Auch sei es sinnvoll, sich in die Krisenvorsorgeliste „Elefand“ einzutragen. Die Teilreisewarnung für den Norden der Sinai-Halbinsel, das ägyptisch-israelische Grenzgebiet (mit Ausnahme von Taba) und entlegene Gebiete der Sahara bleibt bestehen.
Reisewarnung für US-Touristen?
Auch das US-Außenministerium hat in letzter Zeit mehrfach neue Hinweise für Touristen veröffentlicht. Doch die generelle Einschätzung für Ägypten hat sich seit Juli 2025 nicht geändert. Die USA stufen Ägypten auf einer Skala von 1 bis 4 auf Stufe 2 ein. Während bei Stufe 1 keine besonderen Vorkehrungen zu treffen sind, rät die Behörde bei Stufe 2 zu erhöhter Vorsicht. Als Gründe nennt das Ministerium Terrorismus, Kriminalität und Gesundheitsrisiken. Außerdem wird von Reisen in die nördliche und mittlere Sinai-Halbinsel abgeraten, da dort eine klare Reisewarnung wegen Terrorismus gilt. Auch Teile der westlichen Wüste sowie Grenzgebiete werden als riskant eingestuft. In den üblichen Touristengebieten gilt hingegen lediglich die Empfehlung zu erhöhter Vorsicht.
In Bezug auf die aktuelle Lage schreibt das Ministerium: Die US-Botschaft in Kairo arbeitet normal, und der ägyptische Luftraum sowie die Flughäfen sind geöffnet. Allerdings könne es je nach Lage in der Region zu Flugverspätungen oder -ausfällen kommen. US-Bürgern wird empfohlen, sich im Smart Traveler Enrollment Program (STEP) zu registrieren, um Sicherheitsupdates zu erhalten und im Notfall leichter kontaktiert werden zu können. Außerdem sollen Reisende aufmerksam bleiben, Demonstrationen und große Menschenansammlungen meiden, lokale Medien verfolgen und den Anweisungen der Behörden folgen. Orte mit starkem Polizeiaufgebot sowie Einrichtungen mit Bezug zu den USA sollten möglichst gemieden werden. Zudem wird geraten, ein unauffälliges Verhalten („low profile“) zu wahren.