US-Afrika-Kommando in Stuttgart 46 Drohnenangriffe seit Januar befohlen

US-Präsident Donald Trump hatte Ende Juli den Abzug von Africom aus Deutschland angeordnet. Foto: Lichtgut/Verena Ecker/Lichtgut/Verena Ecker
US-Präsident Donald Trump hatte Ende Juli den Abzug von Africom aus Deutschland angeordnet. Foto: Lichtgut/Verena Ecker/Lichtgut/Verena Ecker

Seit Stephen Townsend vor gut 13 Monaten in Stuttgart den Befehl über die US-Truppen in Afrika übernommen hat, beschäftigt ihn der Krieg in Libyen.

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Stuttgart - Das in Stuttgart stationierte Kommando der US-Streitkräfte für Afrika (Africom) hat in diesem Jahr bereits 46 Luftangriffe auf Ziele in Afrika angeordnet. Die Angriffe konzentrierten sich auf die somalische Terrormiliz Al-Shabaab, sagte General Stephen Townsend, Kommandeur der US-Truppen in Afrika, den „Stuttgarter Nachrichten“.

Die US-Streitkräfte schlügen nur zu, wenn sie „Bombenbauer, Drahtzieher von Anschlägen, Planer von Operationen im Ausland, solche Typen ausfindig machen“, versicherte Townsend. „Was wir ganz bestimmt nicht versuchen ist, eine Friedenslösung in Somalia durch Drohnenschläge zu erwirken.“

46 Drohnenangriffe seit Januar befohlen

Townsend kommandierte 2016 und 2017 die Truppen der US-geführten Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Nahen Osten. Der General nannte die Anzahl der Einsätze von Kampfdrohnen in Afrika niedrig. „Als ich den Islamischen Staat im Irak und in Syrien bekämpfte, habe ich täglich 46 solcher Schläge geführt. Hier sind es 46 in fast neun Monaten“, sagte er.

US-Präsident Donald Trump hatte Ende Juli den Abzug von Africom aus Deutschland angeordnet. Dazu sagte Townsend: „Es gibt noch keine Entscheidungen, außer dass wir Stuttgart verlassen sollen.“ Es werde Jahre dauern, die nötige Infrastruktur an einem neuen Standort aufzubauen.




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