US-Nachwahl Republikaner gewinnen in Georgia und South Carolina

Von red/dpa 

Stimmungstest in den USA: Bei zwei Nachwahlen für das Abgeordnetenhaus können sich die Republikaner durchsetzen. Trump feiert den Erfolg. Die Demokraten bleiben nach eigener Aussage aber kampfbereit.

Freut sich über die Wahlerfolge: US-Präsident Donald Trump. Foto: AP
Freut sich über die Wahlerfolge: US-Präsident Donald Trump. Foto: AP

Roswell - Die republikanische Partei hat bei Nachwahlen um Abgeordnetenmandate zwei Sitze im Kongress verteidigen können. In den US-Staaten Georgia und South Carolina, die traditionell als republikanische Pflaster gelten, konnten sich am Dienstag (Ortszeit) die Kandidaten der Regierungspartei von US-Präsident Donald Trump gegen demokratische Gegner durchsetzen. Trump lobte den Ausgang der Wahlen. Die Demokraten blieben trotz der Niederlagen mit Blick auf die Zwischenwahlen im kommenden Jahr hoffnungsvoll.

Nach ersten Hochrechnungen gewann Karen Handel in Georgia mit rund 53 Prozent vor dem demokratischen Mitbewerber Jon Ossoff, der 47 Prozent der Stimmen erhielt. „Ein besonderer Dank an den Präsidenten der USA“, sagte Handel während ihre Anhänger „Trump!“ riefen. Die 55-Jährige war zuvor für einige Jahre Staatssekretärin Georgias. Die Wahl in dem Staat wurde in Washington mit Aufmerksamkeit verfolgt, da sie als Stimmungstest für die bisherige Arbeit der Trump-Regierung gesehen wurde. Der Wahlkampf in Georgia soll einer der teuersten der US-Geschichte gewesen sein, beide Parteien investierten Millionen Dollar.

Trump lobte die Ausgänge der Wahl in beiden Staaten

Ihr Fokus im Kongress liege nun darauf, das von den Republikanern entworfene Gesundheitsgesetz durchzubringen und sich für Steuersenkungen einzusetzen, sagte Handel. Der Sitz im Kongress für Georgia war frei geworden, als Tom Price als Gesundheitsminister in das Trump-Kabinett berufen wurde.

Demokrat Ossoff sagte, seine Unterstützer seien für ihn während des Wahlkampfes ein „Leuchtfeuer der Hoffnung“ gewesen. Der Kampf gehe weiter. Die Demokraten hoffen, bei den Zwischenwahlen 2018 Sitze im Kongress hinzugewinnen zu können. Die Partei benötigt 24 Sitze, die bisher in republikanischer Hand sind, um wieder die Mehrheit in der Abgeordnetenkammer zu erlangen.

Auch im Staat South Carolina konnte sich der republikanische Kandidat durchsetzen. Ralph Norman entschied das Rennen um den Sitz im Repräsentantenhaus für sich und folgt damit auf Mick Mulvaney nach. Dieser gab sein Amt auf, nachdem er für Trump Haushaltsdirektor im Weißen Haus wurde.

Trump lobte die Ausgänge der Wahl in beiden Staaten. „Wir sind alle von unserem Erfolg dieses Abends geehrt“, schrieb Trump auf Twitter. Er lobte Handel für den „fantastischen Job“, den sie gemacht habe. Trumps lobende Worte richteten sich auch an den US-Fernsehsender Fox News, dem er für die Schlagzeile „Großer Gewinn für Präsident Trump und GOP bei der Sonderwahl des Kongresses in Georgia“ dankte.