US Open Thiem und Williams im Tennis-Viertelfinale der US Open

Von dpa 

Serena Williams strebt ihren 24. Grand-Slam-Titel an und muss bei den US Open dafür nun noch dreimal gewinnen. Bei den Herren rückt der erste Coup für den Österreicher Dominic Thiem ein Stück näher.

Hat das Viertelfinale der US Open erreicht: Serena Williams in Aktion. Foto: Seth Wenig/AP/dpa Foto: dpa 2 Bilder
Hat das Viertelfinale der US Open erreicht: Serena Williams in Aktion. Foto: Seth Wenig/AP/dpa

New York - Nach dem Skandal um Tennisstar Novak Djokovic hat Titelkandidat Dominic Thiem seine Ambitionen bei den US Open eindrucksvoll unterstrichen.

Der Weltranglisten-Dritte ließ beim 7:6 (7:4), 6:1, 6:1 gegen den kanadischen Shootingstar Felix Auger-Aliassime nach einem umkämpften Auftakt schnell keine Zweifel mehr an seinem Viertelfinaleinzug in New York aufkommen.

"Am Ende ist es für mich, und ich denke auch die anderen verbliebenen Spieler, egal, ob die Big Three noch hier sind oder nicht", sagte Thiem nach seinem klar überlegenen Erfolg gegen den zu fehleranfälligen Auger-Aliassime. Jeder wolle die Trophäe, meinte Thiem. Die Sätze zwei und drei seien die besten Sätze für ihn im Turnier gewesen.

Weil der 17-malige Grand-Slam-Gewinner Djokovic am Sonntag disqualifiziert wurde, sind die Chancen des Australian-Open-Finalisten enorm gestiegen. Thiem ist nun der am höchsten gesetzte verbliebene Spieler. In der Runde der besten Acht sollte auch der australische Grand-Slam-Viertelfinaldebütant Alex de Minaur eine machbare Aufgabe für ihn sein. "Dies wird ein verrücktes Turnier mit einem verrückten Sieger", sagte Eurosport-Experte Boris Becker.

Djokovic war im Achtelfinale aus dem Turnier genommen worden, weil er aus Frust einen Ball weggeschlagen und dabei - unabsichtlich - eine Linienrichterin getroffen hatte. Auch Alexander Zverev kann davon profitieren. Der beste deutsche Tennisspieler kämpft am Dienstag (2. Spiel nach 18.00 Uhr/Eurosport) gegen den Kroaten Borna Coric um einen Platz im Halbfinale.

Unter die besten Vier will bei den Damen auch Serena Williams. Ausgepumpt schnaufte sie nach ihrem erkämpften Viertelfinaleinzug bei den US Open immer wieder hörbar durch. Auch als sie mit einem Mund-Nasen-Schutz für das Siegerinterview am Mikrofon stand, war ihr die Anstrengung deutlich anzumerken. Die Griechin Maria Sakkari hatte sie enorm gefordert. Doch der amerikanische Tennisstar mischt nach einem umkämpften 6:3, 6:7 (6:8), 6:3 im ungewöhnlichen Titelrennen von New York im Viertelfinale mit und darf auf den 24. Grand-Slam-Titel hoffen.

"Ich habe einfach weiter gekämpft. Sie hat so gut gespielt. Ich wusste, ich muss das auch tun", sagte Williams erleichtert, nachdem sie im entscheidenden Durchgang einen Break-Rückstand wettgemacht hatte.

Am Mittwoch bekommt es die frühere langjährige Nummer eins der Welt mit der ungesetzten Außenseiterin Zwetana Pironkowa aus Bulgarien zu tun. Eigentlich beste Aussichten, um ihrem großen Ziel einen weiteren Schritt näher zu rücken. "Ich bin definitiv Match-fit", kündigte sie vor ihrem 53. Grand-Slam-Viertelfinale an.

Doch Zweifel, ob sie ihre Trophäensammlung bei den vier bedeutendesten Tennis-Turnieren aufstocken und mit der Australierin Margaret Court gleichziehen kann, hat die langjährige Nummer eins in der umkämpften Partie gegen an die Position 15 gesetzte Sakkari nicht komplett vertreiben können. Genau diese Bestmarke ist es aber, die Williams auch als Mutter und bald 39-Jährige noch immer antreibt.

In der Woche vor den US Open hatte sie gegen die Griechin noch nin drei Sätzen verloren. Diesmal blieb ihr eine frustrierende Niederlage erspart. Im ersten Spiel des entscheidenden Durchgangs kassierte sie war ihr erstes Break der Partie, kämpfte sich aber zum 2:2 zurück. Die sechsmalige US-Open-Siegerin nahm der Griechin zum 5:3 den Aufschlag ab und schaffte nach 2:28 Stunden das Weiterkommen.

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