Es ist ein wichtiger Etappensieg in einem Wahl-Marathon: Arizona, der Heimatstaat des verstorbenen Senators John McCain, geht an den US-Demokraten Joe Biden.

Washington - Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat sich bei der US-Wahl den umkämpften Staat Arizona gesichert, der lange als sichere Bastion der Republikaner galt. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Mittwochmorgen (Ortszeit) auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen. Trump konnte sich den Staat damit anders als vor vier Jahren nicht sichern.

Die US-Wahl im Liveticker

In dem südwestlichen Staat waren elf Wahlleute zu holen. Um Präsident zu werden, benötigt ein Kandidat mindestens 270 Wahlleute.

Cindy McCain unterstützte Biden

Arizona ist der Heimatstaat des verstorbenen Senators John McCain, der als Trumps Widersacher in der republikanischen Partei galt. McCains Witwe hatte sich im Wahlkampf für Joe Biden ausgesprochen: „Es gibt in diesem Rennen nur einen Kandidaten, der für unsere Werte als Nation eintritt, und das ist Joe Biden.“

Das Verhältnis zwischen McCain und Präsident Donald Trump galt als gespannt. John McCain war einer der führenden parteiinternen Kritiker Trumps. Dieser hatte sich mehrfach abfällig über den Senator geäußert.

Eigentlich eine sichere Bank für Republikaner

Arizona galt lange als sichere Bastion der Republikaner. Seit dem Wahljahr 1952 haben dort fast immer republikanische Präsidentschaftskandidaten gewonnen. Die Ausnahme machte das Wahljahr 1996, als der Demokrat Bill Clinton dort vorne lag.

2016 lag Trump mit 3,5 Prozentpunkten vor der damaligen Kandidatin Hillary Clinton. Umfragen sahen dort Biden zuletzt knapp in Führung. In dem Staat hatten somit beide großen Parteien Chancen auf den Wahlsieg.