US-Wahlkampf Die Simpsons veralbern Trump

Der Simpsons-Clip stellt Trump in keinem guten Licht dar. Quelle: Screenshot/Youtube
Der Simpsons-Clip stellt Trump in keinem guten Licht dar. Quelle: Screenshot/Youtube

Mit einem zweiminütigem Video haben die Simpsons auf Youtube den US-amerikanischen Wahlkampf aufgegriffen. Dafür haben sie sogar ihre Sommerpause unterbrochen. Ihre Empfehlung scheint eindeutig.

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Stuttgart - „Ich kann nicht Liebe machen, bevor ich mich entschieden habe, wen ich wähle“, zögert die prinzipientreue Marge in den Armen ihres Gatten Homer. Es ist mitten in der Nacht, die beiden liegen im Bett - aber auf ein Schäferstündchen kann sich die blauhaarige Dame nicht einlassen. Ehemann Homer stimmt ihr zu, die beiden schalten den Fernseher ein, ein Wahlwerbespot läuft.

So beginnt der zweiminütige Clip, den die Macher der Simpsons kürzlich auf Youtube gestellt haben. In den USA haben die Simpsons gerade zwar Sommerpause - sorgen dafür aber für einen Lacher im US-Wahlkampf.

In Trumps protzigem Schlafzimmer

„Es ist drei Uhr nachts und das Telefon im Weißen Haus klingelt. Wer soll den Anruf beantworten?“ spricht die Stimme aus dem Off in dem Clip. Zu sehen ist das Schlafzimmer der Clintons. Ex-Präsident Bill hebt ab – im Glauben, dass immer noch jeder Anruf an ihn geht. Doch die Zeiten haben sich geändert. „Es ist für dich“, sagt er sichtlich enttäuscht und reicht den Hörer weiter an seine Frau Hillary. Die nimmt ihn energisch entgegen: „Ab jetzt ist es immer für mich.“

Die Szene wechselt, nun klingelt das Telefon in Donald Trumps protzigem Schlafzimmer. An seiner Seite liegt nicht seine Frau, sondern ein Buch mit „Großen Reden“ von A. Hitler. Trump tippt auf seinem Smartphone, er verfasst gerade einen Hass-Tweet über seine Lieblingsfeindin Elizabeth Warren. Dabei möchte er nicht gestört werden, den Anruf drückt er kurzerhand weg.

Chris Christie soll einen Wurm essen

Auch die weiteren Anweisungen für seinen Assistenten sind von dringender Natur: Sein Name soll auf das Lincoln-Memorial, Chris Christie soll einen Wurm essen (nur zum Spaß) und außerdem wünscht er Rührei, serviert auf einem goldenen Teller. Das Telefon klingelt erneut, die Chinesen greifen an. Entnervt ruft Trump in das Gerät: „Was? Ich komme“.

Doch davor muss ihn erst einmal eine Armada von Stylisten zurechtmachen. Puder, Botox, Selbstbräuner, falsche Hände und zum Schluss noch ein kleiner Hund, der als blondes Toupet fungiert, lassen Trump erst aussehen wie Trump. Der Zeiger der Uhr rückt währenddessen um Stunden vor, die chinesische Flotte ist da bereits durch die US-amerikanischen Linien gebrochen. Trumps Lösung? „Bau eine Mauer! Ja, im Ozean, du Idiot!“

Nicht gerade eine Wahl-Empfehlung

Für Marge Simpson ist nach diesem Spot klar, wen sie wählen wird. Für Homer noch nicht so ganz. „Ich stimme für Trump, oder?“, fragt er mit einem zögerlichen Blick auf seine Frau. Die resigniert, setzt den Hund zwischen sich und ihren Ehemann und dreht sich entnervt weg. „Und so wurde ich ein Demokrat“ spricht Homer das Schlusswort des Spots.

Der Clip klingt nicht gerade wie eine Wahl-Empfehlung für Clinton, die Ablehnung Trumps ist dafür umso deutlicher. Damit möchten die Macher der Serie möglicherweise einer düsteren Prophezeiung aus einer sechzehn Jahre alten Folge entgegenwirken. In dieser hatten sie Trump als Präsidenten vorhergesagt – und der hatte das Land in den wirtschaftlichen Ruin geritten.

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