USA Trump will Grönland kaufen – Dänemark irritiert

Von red/afp/rtr 

Trump habe Berater gefragt, ob ein Ankauf der größten Insel der Welt durch die Vereinigten Staaten möglich sei. Dänemark indes hält die Überlegungen für einen Scherz.

Donald Trump würde einem Medienbericht zufolge gern Grönland kaufen. Foto: dpa
Donald Trump würde einem Medienbericht zufolge gern Grönland kaufen. Foto: dpa

Washington - US-Präsident Donald Trump hat seinen alten Job als Immobilienunternehmer offenbar nicht vergessen - und will einem Zeitungsbericht zufolge Grönland für die USA kaufen. Trump habe Berater gefragt, ob ein Ankauf der größten Insel der Welt durch die Vereinigten Staaten möglich sei, berichtete das „Wall Street Journal“ am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Kreise.

Der Präsident interessiere sich wegen der natürlichen Ressourcen und der geostrategischen Bedeutung für das nordöstlich von Kanada gelegene Grönland, hieß es weiter. Dem „Wall Street Journal“ zufolge hielten einige Trump-Berater einen Kauf der Insel für vorteilhaft für die USA, andere gingen von einer „flüchtigen Faszination“ des Präsidenten auf.

Dänemark hält Idee für Aprilscherz

Die Reaktionen aus Dänemark folgten umgehen: „Es muss sich um einen Aprilscherz handeln“, sagte der frühere Ministerpräsident Lars Lokke Rasmussen am Freitag. „Wenn er das wirklich in Betracht zieht, dann ist das der letzte Beweis, dass er verrückt geworden ist“, betonte der außenpolitische Sprecher der Dänischen Volkspartei, Sören Espersen, im Gespräch mit dem Sender DR. „Der Gedanke, dass Dänemark 50.000 Bürger an die Vereinigten Staaten verkauft, ist völlig lächerlich.“

Grönland gehört als autonomes Gebiet zu Dänemark. Auf der zwei Millionen Quadratkilometer großen Insel leben nur knapp 57.000 Menschen, die meisten davon Inuit. 85 Prozent der Landmasse sind mit kilometerdickem Eis bedeckt.

Das Weiße Haus äußerte sich nicht zu dem Zeitungsbericht. Es ist nicht das erste Mal, dass sich der US-Präsident für Grundstücke im Ausland interessiert. In der Vergangenheit hatte er unter anderem geäußert, die „tollen Strände“ von Nordkorea wären ein idealer Standort für Ferienwohnungen.