Uwe Stahlmann ist Stimmenkönig in Ostfildern Mit klarer Kante fürs Gemeinwohl

Uwe Stahlmann gibt auch als Vorsitzender des TSV Scharnhausen Impulse. Foto: Ines Rudel

Mit 11 193 Stimmen ist der CDU-Fraktionschef Uwe Stahlmann in den Ostfilderner Gemeinderat gewählt worden. In Beruf und Ehrenamt stellt sich der Polizeibeamte auch harten Konfrontationen.

Auch unpopuläre Entscheidungen bei den Menschen in Ostfildern durchzusetzen, das fordert Uwe Stahlmann heraus. Dafür stellt sich der Kommunalpolitiker auch heftigen und unbequemen Diskussionen, um die Menschen zu überzeugen. Bei der Kommunalwahl am 9. Juni wurde der Fraktionsvorsitzende der CDU mit 11 193 Stimmen wiedergewählt. Das ist für den 59-Jährigen eine schöne Bestätigung seiner Arbeit. Vor allem freut sich der Kommunalpolitiker, dass seine Fraktion gegenüber der vorigen Wahl zwei Sitze dazugewonnen hat.

 

Mit sieben Sitzen ist die CDU nun zweitstärkste Kraft im Gemeinderat. Das zeigt Stahlmann, „dass wir auf einem guten Weg sind.“ Er ist seit fünf Jahren im Gemeinderat vertreten. Ihm ist es nicht nur im Vorfeld der Kommunalwahlen wichtig, den Menschen in Ostfildern wichtige städtebauliche, soziale und gesellschaftspolitische Themen zu vermitteln. Zugleich will der Scharnhausener nah an den Bürgerinnen und Bürgern dran sein, um von ihnen zu erfahren, was sie bewegt und wo sie Probleme sehen. Da müsse man auch einstecken können, findet Stahlmann, der nicht nur in den Debatten im Gemeinderat klare Kante zeigt.

Im kleinsten Stadtteil Ostfilderns fühlt sich Stahlmann inzwischen zuhause. An der Reformstadt auf den Fildern gefällt ihm, dass die Menschen trotz aller Eigenheiten der ehemals eigenständigen Filderdörfer ihre gemeinsame Identität leben. Als Vorsitzender des TSV Scharnhausen möchte er sich mit anderen Sportvereinen der Stadt vernetzen und gemeinsam nach der besten Lösung suchen. Erfolgreiche Sportpolitik der Stadt mit 40 000 Einwohnern liegt ihm am Herzen. Den Vereinssport für die erfolgreichen Handballer ebenso zukunftsfähig zu machen wie für den Breitensport, das findet Stahlmann spannend. Da müsse man manchmal über den eigenen Kirchturm schauen.

Zukunftsfähige Perspektiven für die Vereine

Mit seiner Fraktion ist es ihm ein Anliegen, den Vereinen in Ostfildern zukunftsfähige Perspektiven aufzuzeigen und auch zu bieten. Deshalb ist er froh, dass die Stadt Ostfildern den ehrenamtlich engagierten Menschen in vielerlei Hinsicht Unterstützung bietet. Denn da stießen die Freiwilligen oft an Grenzen. Eine gute Infrastruktur für die Vereine ist für Stahlmann unerlässlich.

Sport hat ihn schon immer gereizt. Als gebürtiger Bad Cannstatter hat es den leidenschaftlichen Fußballer früh zum VfB gezogen. „Da haben wir einfach unsere Sporttasche gepackt und sind zum Training gegangen.“ Bis zur A-Jugend des VfB Stuttgart war Stahlmann Torwart. Als er dann aber seine Ausbildung an der Polizeihochschule in Biberach begann, blieb dem Sportler keine Zeit mehr für das zeitraubende Training.

Hauptamtlich arbeitet der sportliche Kommunalpolitiker seit mehr als zehn Jahren im Innenministerium des Landes Baden-Württemberg. Dort ist der Polizeibeamte für die Sicherheit bei Sportveranstaltungen zuständig, insbesondere bei Fußballspielen der Profiligen. In dieser Funktion hat er das Konzept der Stadionallianzen mit entwickelt, das weit über die Landesgrenzen hinaus wahrgenommen wird. Was verbirgt sich dahinter? Vor jedem Spiel treffen sich alle Akteure, die an einem Spieltag für Sicherheit sorgen – also Polizei, Ordnungsdienst, Kommune und die Vereine mit ihren Fan- und Sicherheitsbeauftragten. Gemeinsam entwickeln sie das Spieltagskonzept. So lasse sich das hohe Sicherheitsniveau halten, ist Uwe Stahlmann überzeugt. Der Dialog mit den unterschiedlichen Gruppen fällt ihm leicht.

Christdemokratische Werte sind dem, Kommunalpolitiker wichtig. „Wie sich diese auf lokaler Ebene umsetzen lassen, das hat mir Roland Schmid mit auf den Weg gegeben.“ Der CDU-Politiker aus Bad Cannstatt war für den 59-Jährigen in vielerlei Hinsicht ein Vorbild. Seit mehr als 30 Jahren ist Stahlmann Mitglied der CDU. Trotz seines zeitraubenden Berufs trägt Stahlmann ehrenamtliche Verantwortung. Deshalb übernahm er im vergangenen Jahr das Amt des Fraktionsvorsitzenden der CDU im Gemeinderat: „Es geht darum, den Bürgerinnen und Bürgern unsere Politik zu vermitteln“, ist Stahlmann überzeugt

Viel Freizeit steckt Stahlmann in seine diversen Ehrenämter. Dabei ist es ihm wichtig, „dass die Familie nicht zu kurz kommt.“ Mit einem effektiven Zeitmanagement lassen sich Beruf und Ehrenamt für ihn aber bestens in Einklang bringen. Wichtig sei es, auch Grenzen zu ziehen und Zeit für die Familie freizuschaufeln. Dass er aus seiner zweiten Gemeinderatswahl in Ostfildern als Stimmenkönig hervorgeht, darin sieht der Kommunalpolitiker eine schöne Bestätigung für seine Arbeit. Nun freut er sich darauf, als Fraktionschef die neuen Stadträtinnen und -räte in die Arbeit zu integrieren. Mit dem Stadtverbandsvorsitzenden David Preisendanz, mit Ulrike Berger-Kögler, Jennifer Molner und Andreas Futterer habe man vier starke neue Köpfe für die Mitarbeit im Gremium gewinnen können.

Polizeibeamter im Innenministerium

Vita
Uwe Stahlmann ist verheiratet und hat zwei Kinder. Die Familie lebt im Ostfilderner Stadtteil Scharnhausen. Der Polizeibeamte arbeitet im Innenministerium von Baden-Württemberg und entwickelt dort Strategien für die Sicherheit von Sportveranstaltungen. Diese sogenannten Stadionallianzen finden weit über das Land hinaus Beachtung – unter anderem auch in England und in der Schweiz. Uwe Stahlmann ist außerdem Vorsitzender des Turn- und Sportvereins Scharnhausen.

Politik
 Der 59-Jährige trat bei der Kommunalwahl 2019 zum ersten Mal auf der Liste der CDU an. 2023 hat er das Amt des Fraktionsvorsitzenden von Norbert Simianer übernommen. Der ehemalige Schulleiter trat aus Altersgründen nicht mehr an. Auch im Stadtverband Ostfildern engagiert sich Stahlmann seit vielen Jahren. Er ist stellvertretender Vorsitzender.

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