Valentin Forstner bei Ninja Warrior Kids Ein kleiner Kämpfer ganz groß dabei

Von Michael Käfer 

Der zwölfjährige Valentin Forstner vom TSV Schmiden ist bundesweit einer der talentiertesten Kunstturner seiner Altersklasse. Das möchte er nun auch bei der Spielshow Ninja Warrior Kids vor dem Publikum des Privatsenders Super RTL beweisen.

Valentin Forstner vom TSV Schmiden trainiert im Kunstturnforum in Bad Cannstatt. Foto: Michael Käfer 6 Bilder
Valentin Forstner vom TSV Schmiden trainiert im Kunstturnforum in Bad Cannstatt. Foto: Michael Käfer

Fellbach - Wer Valentin Forstner im Bad Cannstatter Kunstturnforum (KTF) bei seinen Salti, Sprüngen und Schrauben zuschaut, der merkt auch als Laie recht schnell, dass hier ein herausragendes Talent am Werk ist. Zweimal hat der Zwölfjährige den Metropolcup, also den bundesweit hochwertigsten Jugendwettkampf im Kunstturnen gewonnen und kann zudem drei baden-württembergische Meistertitel im turnerischen Mehrkampf vorweisen. Kürzlich bewies der in Luginsland wohnende Athlet vom TSV Schmiden seine sportlichen Fähigkeiten aber bei einem Mehrkampf der etwas anderen Art.

Nachdem bereits seit 2016 Erwachsene Ninja Warrior in der gleichnamigen RTL-Spielshow springend, hangelnd und kletternd unterwegs waren, dürfen seit diesem Jahr auch Kinder in zwei Altersgruppen im Parallelformat Ninja Warrior Kids antreten.

Statt des coronabedingt ausgefallenen Castings musste man ein Bewerbungsvideo abliefern

Valentin Forstner war unter den ersten Startern, und obwohl die Platzierung wegen der noch bevorstehenden Ausstrahlung auf Super RTL noch nicht verraten werden soll, sei schon mal angedeutet, dass der Leistungsturner mit dem Lieblingsgerät Reck nicht nur in einer Runde antreten durfte. Der „Reckstar“, so der für die Show ausgewählte Spitzname, hatte neben Judokas und einer Turnerin vor allem Sportkletterer als sieben direkte Gegner, darunter auch einen bayerischen Vizemeister.

Nach dem Hinweis einer Bekannten hatte Nicole Forstner ihren Sohn für die an zwei Tagen in Köln aufgezeichnete Show angemeldet. Statt des coronabedingt ausgefallenen Castings musste sie ein Bewerbungsvideo mit vorgegebenen sportlichen Übungen abliefern. Ausreichende Griffkraft galt es mittels eines in der Tür eingehängten Handtuchs ebenso zu beweisen wie eine trainierte Rückenmuskulatur durch eine spezielle Form von Klimmzügen. Valentin Forstner, der einst über das Mutter-Kind-Turnen zum TSV und danach schnell in die Talentschmiede des damaligen Trainers Detlef Schaak gekommen ist, überzeugte offensichtlich.

Die insgesamt vier Tage in Köln hat das Bewegungstalent Mitte Juni genossen

Angesichts seines Trainingspensums verwundert das nicht. Neunmal pro Woche übt der Schüler der Linden-Realschule, einer Eliteschule des Sports, unter der Anleitung des Olympiateilnehmers von 2012 und Bundesstützpunkttrainers Shakir Shikhaliyev am KTF. Eine längere Vorbereitung auf den Parcours in den Kölner MCC-Studios war deswegen nicht notwendig. „Ich trainiere ja automatisch für Ninja Warrior“, sagt Valentin Forstner, der Spaß an seinem Sportprogramm hat. Einige Zusatzeinlagen auf dem Spielplatz neben seiner Wohnung legte er dann aber doch ein, und einen zweieinhalbstündigen Ninja-Warrior-Kurs im Waiblinger Active Garden absolvierte er ebenfalls.

Die insgesamt vier Tage in Köln hat das Bewegungstalent Mitte Juni genossen, schließlich war zwischendurch noch ausreichend Zeit für ein Besichtigungsprogramm. Besonders beeindruckt hat ihn dabei der Kölner Dom – neben dem aus sieben Hindernissen bestehenden Parcours, dem natürlich sein Hauptaugenmerk galt. Motivation dafür gab es nicht nur von der als Influencerin aus sozialen Medien bekannten Reporterin Julia Beautx, sondern vor allem von Fabian Hambüchen. Der Olympiasieger hat extra für Valentin Forstner ein Video gedreht, das als Einspieler vor dem Auftritt des Nachwuchs-Ninja-Warriors und einer neben ihm stehenden Mitstreiterin in der Fernsehsendung zu sehen sein wird.

Sehr angetan war Nicole Forstner über die angenehme Atmosphäre

Nachdem das Talent vom TSV Schmiden den Fünfsprung, die Ring-Rutsche, das Cargonetz mit Schwungstange, die schwebenden Tritte, den Radsprung mit Seil, den Einraster und die bis zu 4,25 Meter hohe Wand mit Griffen überwunden und auf den Buzzer gedrückt hatte, stand noch ein Interview mit dem Moderatorenduo an. „Es war nett. Man hat sich gut unterhalten“, sagt Valentin Forstner über das Gespräch mit Jan Köppen und Frank „Buschi“ Buschmann.

Sehr angetan war Nicole Forstner über die angenehme Atmosphäre in den natürlich zuschauerfreien Studios in Köln und die gute Betreuung durch das Team des Privatsenders. Auch für sportlergerechte Kost mit Nudeln und Obst war gesorgt. Nur Valentins Zwillingsbruder Pascal durfte nicht mitkommen, da aus Infektionsschutzgründen lediglich eine Begleitperson erlaubt war. Das Fazit von Valentin Forstner über den Mehrkampf der besonderen Art fällt folglich positiv aus: „Ich will mich auf jeden Fall noch mal bewerben“, sagt er.




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