Vandalismus in Möhringen Unverständliche Tat

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Ein Unbekannter hat einen Apfelbaum zwischen der Kirche Sankt Hedwig und dem Kinderhaus zerstört. Die Tat war leider nicht der erste Fall von Vandalismus im Stadtbezirk.

Der Apfelbaum wurde knapp unter der Krone abgezwickt: sein Todesurteil. Foto: privat
Der Apfelbaum wurde knapp unter der Krone abgezwickt: sein Todesurteil. Foto: privat

Möhringen - Für Pfarrer Heiko Merkelbach ist es eine völlig unverständliche Tat: „Wir sind sehr enttäuscht über diese sinnlose Zerstörungswut“, sagt er. Wann genau der Unbekannte sich an dem Apfelbäumchen vergriffen hat, ist nicht mehr nachvollziehbar.

Als Pfarrer Merkelbach aus dem Urlaub zurückkehrte, fand er ihn mit abgezwickter Krone vor und machte ein Beweisfoto. Inzwischen ist der tote Baum entfernt. Eine solch gravierende Verletzung könne ein junger Baum nicht überstehen, mit einem Wiederaustreiben sei nicht zu rechnen gewesen.

Vandalismus wiederholt sich

Selbstverständlich werde man einen neuen Baum pflanzen, kündigt Merkelbach an, vermutlich noch in diesem Herbst. „Wir wollen das grüne Gesicht in der Gemeinde erhalten. Unser Kinderhaus ist schließlich als Baumhaus gestaltet.“ Auch an der Streuobstwiese am Rohrer Weg kam es mehrfach zu Vandalismus an Bäumen (wir berichteten). Dort hatte ein Unbekannter junge Streuobstbäume gezielt so stark beschädigt, dass sie eingingen.

Mehrfach war es in diesem Jahr zudem zu Schmierereien am Wegkreuz der Gemeinde zwischen Möhringen und Sonnenberg gekommen. Unbekannte hatten das von einer anonymen Spenderin gestiftete Kreuz beschmiert. Die Gemeinde hatte Anzeige erstattet, bisher gibt es jedoch keine neuen Erkenntnisse über die Täter.

Gründe für die Tat sind unbekannt

Einen Zusammenhang zwischen den verschiedenen Vorfällen mag Merkelbach nicht unterstellen. Ob es ein Racheakt gewesen sei, ein Dummer-Jungen-Streich, oder ob der Täter ganz andere Gründe gehabt habe – man wisse es nicht. „Wir leben aber in einer kommunikativen Gesellschaft. Wenn jemanden etwas stört, wenn er ein Problem hat, dann kann er uns dies auf anderen Wegen mitteilen“, sagt er. Diese Art und Weise der Kommunikation sei jedenfalls ein besonders schlechter Stil.

Wer Hinweise geben kann, wendet sich an das Pfarrbüro unter Telefon 7 19 86 60 oder an das Polizeirevier 4 an der Balinger Straße unter der Rufnummer 89 90-34 00.

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