Vandalismus in Stuttgart-Möhringen Nach Schäden wird Garage nachts verschlossen

Die Tiefgarage in Stuttgart-Möhringen: Werden hier Partys gefeiert? Foto: Caroline Holowiecki
Die Tiefgarage in Stuttgart-Möhringen: Werden hier Partys gefeiert? Foto: Caroline Holowiecki

In der Coronazeit häufen sich die Schäden in der Tiefgarage des Bürgerhauses in Stuttgart-Möhringen. Über die Verursacher gibt es nur Mutmaßungen. Das Bezirksamt reagiert trotzdem.

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Möhringen - Verschmierte Pfeiler, Löcher in den Wänden, große Abbruchstellen an der Deckenverkleidung: In der öffentlichen Garage unter dem Bürgerhaus am Möhringer Bahnhof ist in der Vergangenheit mehrfach randaliert worden. Laut der Bezirksvorsteherin Evelyn Weis sei es bereits im Februar zu Beschädigungen gekommen und zuletzt wieder Mitte, Ende Mai.

Die Fälle seien jeweils bei der Polizei angezeigt worden. Wie hoch der Schaden ist, ist laut ihrer Aussage noch unklar. „Wir sind gerade dran, das zu erheben. Die Wand kann man nicht einfach zumachen.“ Die Garagenwände sind mit einer Art Dämmmaterial verkleidet.

Gab es in der Tiefgarage eine Party?

Wer für den Schaden verantwortlich ist, ist unbekannt. Die Bezirksbeirätin Barbara Hummel (Die Fraktion) berichtete aber in der jüngsten Sitzung des Gremiums davon, in der Tiefgarage eine Corona-Party von jungen Leuten beobachtet zu haben. Die Vermutung, dass der Vandalismus etwas mit der Pandemie und den aktuellen Beschränkungen zu tun hat, liegt nah. Die Garage gibt es laut Weis seit 2008, und „wir hatten noch nie solche Probleme, das ist etwas ganz Neues“.

Nun hat die Bezirksverwaltung die Faxen dicke. Die Garage wird nachts verschlossen. Ein Tor gibt es, bislang steht es aber jederzeit offen. Nun sollen die Ein- und die Ausfahrt nur noch zu den offiziellen Öffnungszeiten – Montag bis Samstag zwischen 7 und 23 Uhr – für die Öffentlichkeit möglich sein. Die privaten Stellplätze, die es in der Garage auch gibt, werden weiterhin durchgängig erreichbar sein. Erst, wenn das Tor intakt ist, sollen die Reparaturen angegangen werden. „Es ist traurig, ich verstehe es nicht“, sagt Evelyn Weis über die Zerstörungen. „Die Gemeinschaft muss wieder dafür aufkommen.“

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