VDI-Haus in Vaihingen Jedes Detail trägt zu gelungenem Eindruck bei

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Der Eingangsbereich des VDI-Hauses an der Hamletstraße wurde der neu gestaltet und auf dem Dach eine Fotovoltaikanlage installiert. Die Module wurden relativ flach gehalten, da es auf dem Dach recht windig werden kann.

Die neuen Fotovoltaikmodule auf dem VDI-Haus sind vergleichsweise flach gehalten, um Windschäden zu vermeiden. Foto: Sabine Schwieder
Die neuen Fotovoltaikmodule auf dem VDI-Haus sind vergleichsweise flach gehalten, um Windschäden zu vermeiden. Foto: Sabine Schwieder

Vaihingen - Von inneren und äußeren Werten war bei der Einweihungsfeier im VDI-Haus an der Hamletstraße die Rede, als zugleich die neu installierte Fotovoltaik-Anlage und der umgestaltete Eingangsbereich eingeweiht wurden. Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) Stuttgart hat mit diesem Umbau ein lichteres Entree gewonnen und mit der technischen Neuerung einen Schritt in Richtung energetischer Selbstversorgung getan.

Paul Martin Schäfer, Geschäftsstellenleiter des VDI-Landesverbands wie auch des dort ebenfalls angesiedelten Württembergischen Ingenieurvereins, zeigte sich erfreut, dass nach der Umgestaltung der Cafeteria ein weiterer Schritt in Sachen Modernisierung getan sei. Für das kommende Jahr hat sich der VDI die Einrichtung eines Blockheizkraftwerkes vorgenommen. „Damit kann man das Gebäude im Sommer auch kühlen“, sagte er.

Neue Fotovoltaikanlage kostete etwa 40 000 Euro

Im VDI-Haus werden in etwa 150 Veranstaltungen im Jahr rund 2500 Ingenieure fortgebildet. Es gibt Seminare zu technischen Themen, aber auch zu Rhetorik oder sozialen Fragen. Daneben werden zwischen 60 und 80 Veranstaltungen für Vereinsmitglieder angeboten, und seit drei Jahren können sich in einer Jugend- und Technikwerkstatt Jugendliche vom Grundschulalter an in Workshops das erste Ingenieurswissen aneignen.

„Das Gebäude wird im Jahr 2015 ganze 40 Jahre alt“, sagte Schäfer, „das sieht man ihm eigentlich nicht an.“ Mit der neuen Glasfront im Eingangsbereich wurde ein offener, heller Zugang geschaffen. „Wir haben bewusst den kubistischen Stil des Hauses fortgeführt“, erklärte der Geschäftsstellenleiter, „außer den Stehtischen für die Feier gibt es hier nichts Rundes.“

Die Einrichtung der Fotovoltaikanlage, die etwa 40 000 Euro gekostet hat, ist Teil eines neuen Energiekonzeptes des VDI. „Wir wollen nicht nur über neue Technik reden“, sagte dazu Paul Martin Schäfer. Etwa 25 Prozent des jährlichen Strombedarfs soll mit der neuen Anlage gedeckt werden. „Wenn ein Viertel des benötigten Stroms von der Sonne und eine Hälfte vom Blockheizkraftwerk kommen, dann haben wir einen guten Job gemacht, ohne die Rechnung für die übrigen Stromkunden in die Höhe zu treiben“, konstatierte Schäfer zufrieden.

Konkreter und messbarer Beitrag zur Energiewende

Das Wort von den „inneren und äußeren Werten“ prägte Eberhard Haller, Vorsitzender des VDI Württembergischen Ingenieurvereins, der die Neuerungen als „modern, funktional und angemessen, sozusagen typisch für das deutsche Ingenieur-wesen“ anpries. „Jedes Detail trägt zu einem gelungenen Eindruck bei“, betonte er und sprach allen Beteiligten sein Lob für die getane Arbeit aus. Dazu habe er bei dem römischen Kaiser und Philosophen Mark Aurel ein passendes Zitat gefunden, der gesagt hat: „Ein jeder ist so viel wert, wie die Dinge wert sind, um die es ihm ernst ist.“

Harald Hauser, Leiter des EnBW Regionalzentrums Stuttgart, das für die Einrichtung der Fotovoltaikanlage zuständig war, lobte das Projekt als „konkreten und messbaren Beitrag zur Energiewende“. Er betonte ebenso, dass die Module und Wechselrichter aus deutscher Produktion stammten und bei der Montage das regionale Handwerk gestärkt worden sei.

Der Stuttgarter Architekt Klaus Gurk erinnerte unter anderem an die Schwierigkeiten, die zu bewältigen waren, als während der Zeit des Umbaus in der Region heftige Gewitter tobten und man Mühe hatte, einen Wasserschaden zu vermeiden. Gemeinsam mit Dieter Schweizer von der EnBW, der für die Fotovoltaikanlage zuständig war, zeigte der Architekt den Gästen in Führungen die Veränderungen am VDI-Haus. Von außen sind die Module, die lediglich eine Schräge von zehn Prozent aufweisen, kaum zu sehen. Doch nicht allein Sichtschutz war der Grund dafür, die Solarmodule vergleichsweise flach zu halten: Auf dem Dach des Gebäudes kann es recht windig werden.




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