Vegane Rezepte Grillen mal anders – ganz ohne Fleisch

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Gemüse, Tofu und ein Chutney – die Köchin des veganen Restaurants Gajas Welt in Kaisersbach gibt Tipps für fleischlosen Grillgenuss.

Für die richtige Konsistenz des Chutneys sollten die Tomaten nicht zu reif, sondern besser fest sein. Foto: dpa
Für die richtige Konsistenz des Chutneys sollten die Tomaten nicht zu reif, sondern besser fest sein. Foto: dpa

Kaisersbach - Es muss nicht immer Fleisch auf dem Grill landen – auch für Vegetarier und Veganer gibt es feine Rezepte. „Als veganes Grillgut eignen sich zum Beispiel Tofu-Gemüse-Spießchen“, empfiehlt das Team des veganen Restaurants Gajas Welt in Kaisersbach.

Dazu könne man Gemüse nach Wahl – etwa Paprika, Aubergine, Zucchini, Pilze und rote Zwiebeln – abwechselnd mit Tofuwürfelchen auf Schaschlik-Spieße aufstecken. „Das ist ganz einfach. Weitere Möglichkeiten sind Folienkartoffeln, Maiskolben oder Grilltofu. Hat alles den Vorteil, dass es nicht nur lecker, sondern auch gesünder ist als das klassische Grillgut“, sagt Nora Martetschläger von Gajas Welt. Zu den veganen Grillspezialitäten empfiehlt sie ein Chutney nach einem Rezept von Köchin und Restaurant-Besitzerin Claudia Bihlmaier.

So gelingt das Chutney

Für das Tomatenchutney benötigt man 500 Gramm grüne oder sehr feste, rote Tomaten, 3 Zwiebeln, 3 Äpfel, 200 Gramm Agavendicksaft, 100 Gramm süße Trockenfrüchte wie Datteln oder Aprikosen, ¼ Liter Apfelessig, ¼ Liter Wasser, eine Prise Ingwer, einen Esslöffel neutrales Öl sowie einen Gewürzbeutel. Für diesen gibt man 2 Nelken, 1 Lorbeerblatt, 5 Pfefferkörner und 2 Pimentkörner in ein Tee-Ei oder einen Tee-Beutel. Dann geht es an die Zubereitung: Dafür Tomaten, Äpfel und Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und im Öl glasig dünsten. Das Trockenobst sehr fein schneiden und zugeben, dann Gewürze und Flüssigkeit hinzufügen und das Ganze aufkochen lassen. „Vorsicht, das brennt leicht an“, warnt Bihlmaier.

Nach dem Aufkochen sollte das Chutney noch etwa 20 Minuten weiter köcheln. Anschließend entfernt man den Gewürzbeutel und füllt das Chutney noch heiß in saubere Gläser ab. „An einem kühlen Ort hält es dann mindestens vier Wochen“, sagt die Köchin. „Es passt prima zu Grilltofu, Kartoffeln oder Gemüse.“ Auch zum Dippen für Kartoffelchips sei es gut geeignet. Wer möchte, kann das Rezept beliebig abwandeln, beispielsweise mit Aprikosen oder Mango – oder als „ideale Resteverwertung, wenn man von allem no a bissle was im Kühlschrank hat.“

Vom 19. bis 21. Juli veranstaltet Gajas Welt ein Festival, bei dem sich alles um vegane Lebensweise, Nachhaltigkeit und Spiritualität dreht. Neben Workshops, Vorträgen und Musik gibt es auch vegane Speisen und Getränke – zwar keine Chutneys, aber andere Leckereien, versichert Claudia Bihlmaier.