Beim dreitägigen Fest von neun Vereinen in Großbottwar (Kreis Ludwigsburg) müssen sich die Besucher auf mehrere Neuerungen einstellen.
Seit mehr als 50 Jahren gehört das Straßenfest zu Großbottwar. Auch an diesem Wochenende soll wieder über mehrere Tage gefeiert werden. Aus verschiedenen Gründen zieht das Fest allerdings um. Das ist nicht die einzige Neuerung, die in diesem Jahr zu beachten ist.
Aus dem Straßenfest wird nun das „Fest am Bach“. Der Grund für die Umbenennung liegt am neuen Standort. Von der Innenstadt von Großbottwar wechselt die Veranstaltung zum Festplatz an der Harzberghalle. Unweit wurde jüngst das Freizeitgelände „Stadt am Bach“ deutlich vergrößert.
Umzug aus verschiedenen Gründen
Der Umzug hat vor allem zwei organisatorische Gründe, sagt Dieter Rudolf. „In der Innenstadt sind die Sicherheitsmaßnahmen nicht so gut umsetzbar“, erklärt der Vorsitzende des Festausschusses. Mindestens an zwei Stellen in der Stadtmitte sei es für Rettungsdienste schwierig durchzukommen. Der neue Standort hat einen weiteren Vorteil. „Dort lässt sich die Logistik besser aufbauen“, sagt Rudolf.
Zuletzt war das Fest in der Innenstadt räumlich etwas auseinandergezogen worden. Das hat nach Erfahrung des Ausschussvorsitzenden nicht allen Besuchern gefallen. An der Harzberghalle sei es dagegen möglich, das Festgeschehen einfach zu bündeln. Ab diesem Jahr wird es auf dem Festplatz eine zentrale Bühne geben, auf der das Programm stattfindet.
Auf der Seite der Veranstalter ändert sich diesmal hingegen nichts: Wie schon im Vorjahr werden sich neun Vereine beteiligen.
Neuerdings von Freitag bis Sonntag
Damit diesen genügend helfende Hände zur Verfügung stehen, gibt es eine zusätzliche große Veränderung. Statt von Samstag bis Montag wird jetzt von Freitag bis Sonntag gefeiert. Denn vor allem an den Montagen mangelte es in den Vorjahren an ausreichend Unterstützern. „Viele müssen dann arbeiten“, erklärt Rudolf. Durch die Verschiebung sei es möglich, mit dem Abbau schon am Sonntagabend zu beginnen.
Der Festfreitag soll von nun an als „Warm Up“ dienen. Von 18 Uhr wird dann ein DJ für Musik sorgen. Außerdem wird es eine Bewirtung geben, wenn auch in reduzierter Form. Das hauptsächliche Festgeschehen findet am Samstag und Sonntag statt. Dann gibt es einen Vergnügungspark mit Boxautos und Kinderkarussell und sonntags einen Kinderflohmarkt.
Der neue Standort hat allerdings ein Manko: Der Lampion-Umzug ist dort nicht möglich. „Das ist von der Halle aus schlecht zu machen“, sagt Rudolf bedauernd. Insgesamt überwiegen für ihn jedoch die positiven Aspekte. „Wir gehen davon aus, dass das Fest so erfolgreich wie in der Innenstadt sein wird“, meint er. Ausgehend von den Erfahrungen in diesem Jahr, werde es künftig gegebenenfalls Anpassungen geben.
Auch Ralf Zimmermann, der Bürgermeister von Großbottwar, blickt optimistisch auf die Veranstaltung. „Schön, dass die Vereine weiterhin an einem Strang ziehen und es das Fest weiterhin gibt“, sagt er. Für die Stadtgemeinschaft und die Vereine sei die Veranstaltung wichtig.
Festzeiten
Das neue Vereinsfest beginnt am Freitag, 5. September, um 18 Uhr. Am Samstag, 6. September, wird ab 16 Uhr an der Harzberghalle gefeiert. Schon um 10.30 Uhr startet am Sonntag, 7. September, mit einem Gottesdienst das Geschehen.
Musikprogramm
Geboten wird am Freitagabend Musik von DJ Lorenzo Da Capo. Am Samstagnachmittag spielt die Stadtkapelle, ab 21 Uhr tritt die Band Campus auf. Am Festsonntag beginnt um 12 Uhr das Musikprogramm, an dem sich Orchester des Harmonika-Vereins Großbottwar-Oberstenfeld, des Musikvereins Großbottwar sowie des Akkordeonvereins Ingersheim beteiligen.