Veranstalter rechnete nicht mit Genehmigung Polizei beendet nicht angemeldete Party in altem Leonberger Tunnel

Rund 50 Personen haben sich in Leonberg zu einer unangemeldeten Party in einem Tunnel getroffen (Symbolbild). Foto: Unsplash/Dean Machala
Rund 50 Personen haben sich in Leonberg zu einer unangemeldeten Party in einem Tunnel getroffen (Symbolbild). Foto: Unsplash/Dean Machala

Ein 21-Jähriger hat am Wochenende in Leonberg zu einer großen Dance-Party in einem stillgelegten Tunnel eingeladen. Auf einen Zeugenhinweis hin kam die Polizei und löste die Feier auf. Der Veranstalter hatte sich gar nicht erst um eine Genehmigung bemüht.

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Leonberg - Samstagabend, kurz vor 23 Uhr: Ein Passant bemerkt, wie ein Menschenstrom sich bei Leonberg auf einen alten Tunnel unterhalb der Autobahnbrücke westlich vom Glemseck zubewegt. Der Tunnel selbst ist zu einer Seite mit Plastikplanen abgedeckt. Von drinnen wummert Techno-Musik und es blitzen bunte Lichter auf.

Der Passant ruft die Polizei an. Als die Beamten eintreffen, finden sie rund 50 feierende Menschen vor. 50 weitere sind bereits unterwegs zu der Location. Wie die Polizei berichtet, war der Tunnel mit Notstromaggregat, Licht- und Soundanlage und Getränkeausschank für eine größere Party vorbereitet. „Das war schon ordentlich“, beschreibt der Polizeipressesprecher Peter Widenhorn die Dimension der Veranstaltung.

Veranstalter und Partygäste verhalten sich kooperativ

Der Veranstalter, ein 21-jähriger Leonberger, hatte eigens für die Party einen Berliner DJ engagiert. Im Gespräch mit der Polizei habe sich der junge Mann sehr kooperativ gezeigt und die Veranstaltung ohne Widerstand beendet. Auch die Partygäste hatten sich laut Polizeibericht friedlich wieder davon gemacht. „In einer Dreiviertelstunde war alles wieder sauber aufgeräumt“, berichtet der Polizeisprecher.

Der Veranstalter hatte die wohl nur über inoffizielle Kanäle beziehungsweise über die Sozialen Medien beworben. Wie der 21-Jährige der Polizei gegenüber zugab, hatte er gar nicht erst versucht, die Party anzumelden, weil er dies ohnehin für aussichtslos gehalten habe. Tatsächlich, so Widenhorn, sei es mit Blick auf die Corona-Vorschriften auch schwer vorstellbar, dass eine solche Veranstaltung derzeit erlaubt worden wäre.

Lediglich eine Ordnungswidrigkeit

Größere strafrechtliche Konsequenzen muss der Veranstalter nicht fürchten. „Das ist eine Ordnungswidrigkeit wegen Sondernutzung“, sagt Widenhorn.




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