Verbände im Land warnen Corona spielt im Sport wieder mit

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Der Württembergische Fußballverband und der Handball-Verband Württemberg raten zur Vorsicht und hoffen auf deutliche Worte der Politik.

Nur wer einen negativen Test hat, darf seinen Mitspielern auf dem Platz etwas näher kommen. Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
Nur wer einen negativen Test hat, darf seinen Mitspielern auf dem Platz etwas näher kommen. Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

Stuttgart - Die aktuelle Situation mit steigenden Ansteckungszahlen erfasst auch den Sport im Land. Weil die Landesregierung die zweite von drei Pandemiestufen ausgerufen hat, hat der Württembergische Fußball-Verband (WFV) seinen Appell an die Vereine zu mehr Vorsicht erneuert und verstärkt. „‚Bitte haltet euch an die vernünftigen Vorgaben der Behörden‘ – dazu haben wir die Vereine aufgerufen“, sagt der WFV-Kommunikationschef Heiner Baumeister. 30 Spiele seien wegen Corona am vergangenen Wochenende abgesagt worden. Dieser Wert sei vor zwei Wochen höher gelegen. Die Vereine müssten nun dafür sorgen, dass am Spielbetrieb beteiligte Personen und Zuschauer „sich richtig verhalten“, so Baumeister.

Wachsam und diszipliniert

Der WFV hat die Fußballclubs gebeten, in der zweiten Hinrunden-Hälfte besonders wachsam und diszipliniert zu sein. In den Herbst- und Wintermonaten werde das Coronavirus den württembergischen Fußball verstärkt auf die Probe stellen, hieß es. Besonders wichtig sei das Verhalten abseits des Spielgeschehens. „Auf dem Weg zum Spiel, in der Kabine und im Sportheim müssen wir das Coronavirus bekämpfen, indem wir uns entsprechend diszipliniert verhalten“, teilte der Verband mit, der eine Fünf-Punkte-Liste erstellt hat, die folgende Empfehlungen beinhaltet: die Einhaltung des Mindestabstands auf der Auswechselbank, kurze Aufenthaltszeiten in Kabinen und Duschen, keine Fahrgemeinschaften, die Vermeidung längerer Teambesprechungen in geschlossenen Räumen und der Verzicht auf Begrüßungsrituale mit Körperkontakt. Auf weitere Instruktionen der Behörden wartet der WFV und will darauf reagieren.

Deutliche Anweisungen gefordert

Auf deutlichere Anweisungen der Regierung hofft auch der Handballverband Württemberg (HVW). „Die Entwicklung in Esslingen hat uns vor Schwierigkeiten gestellt, auch weil es keine klaren Ansagen von der Politik gibt“, sagt Thomas Dieterich, der Verbandsmanager beim HVW ist. Man wolle schließlich klare Regeln für die Vereine haben. Der Verband empfiehlt bisher, dass keine Zuschauer in die Halle sollen – ein Muss ist es nicht. Der eine oder andere Club, so Dieterich, habe den Rat auch angenommen.

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