Verbandsliga in Fellbach Feste feiern und ein Flitzer in Hegnach

Verbandsliga-Aufsteiger 1997 des SV Fellbach beim 25-Jahr-Jubiläum, hinten von links: Andreas Schanz, Michael Felix, Mathias Fischer, Michael Zandl, Sener Demirkaya, Frank Weinle, Joachim Hess, Dieter Reichmann und Frank Strotbek; vorn von links: Tim-Florian Nagel, Oliver Schöneck, Jochen Pflüger und Klaus Falkenburg Foto: Privat

Beim SV Fellbach treffen sich die Verbandsliga-Aufsteiger des Jahres 1997 zum Jubiläum. Charalambos Parharidis sagt dort für die nächste Saison zu, Faton Sylaj beim TV Oeffingen. Und dann mischt auch ein spärlich bekleideter Mann mit.

Als Niklas Hofmeister am Samstagnachmittag eine Großchance ungenutzt ließ, mag der ehemalige Fußballer Michael Felix auf der Tribüne gedacht haben: Den hätte ich früher reingemacht. Auch als Fabijan Domic oder Samuel Wehaus frei stehend vor dem gegnerischen Gehäuse vergaben, dürfte der ehemalige Akteur des SV Fellbach die Stirn gerunzelt haben. Auf dem Rasenplatz im Max-Graser-Stadion spielte die Verbandsliga-Mannschaft gegen die Gäste der SKV Rutesheim und hätte diese Begegnung vor den rund 200 Zuschauern gewinnen können – nach Aussage des Trainers Ioannis Tsapakidis sogar müssen. Doch am Ende verlor sie mit 1:2 (SVF-Torschütze: Leon Braun), eben weil sie zahlreiche klare Tormöglichkeiten ausgelassen hatte. Als Spieler des Tages hat sich diesmal niemand hervorgetan. Auf der Tribüne dagegen waren am Samstag einige Spieler, die sich einst – im Mai 1997 – eine Auszeichnung verdient hatten. Tim-Florian Nagel hatte zum 25-Jahr-Jubiläum des Verbandsliga-Aufstiegs das erfolgreiche Team zu einem Treffen eingeladen. Und so trafen sich die Akteure von damals im Max-Graser-Stadion und schauten sich bei der Gelegenheit am Abend auch noch das Champions-League-Finale zwischen dem FC Liverpool und Real Madrid an. Erst kurz nach Mitternacht gingen sie wieder nach Hause. „Es war schön, die Jungs mal wieder gesehen zu haben“, sagte Michael Felix. Mit dabei waren am Samstag auch: Andreas Schanz, Mathias Fischer, Michael Zandl, Sener Demirkaya, Frank Weinle, Joachim Hess, Dieter Reichmann, Frank Strotbek, Oliver Schöneck, Jochen Pflüger und Klaus Falkenburg. Im Mai 1997 hatten die Fußballer des SV Fellbach den Aufstieg in die Verbandsliga bereits am vorletzten Landesliga-Spieltag gesichert. Beim 6:0-Erfolg gegen die gastgebende TSG Steinheim trafen der Spielertrainer Heinz Hahn (2), Joachim Hess (2), Andreas Pirchner und Holger Kimmich. Sehr zur Freude auch ihres Abteilungsleiters Siegfried Balb und der beiden Sportlichen Leiter Norbert Lindmayer und Dieter Reichmann.

 

Das zweite Team des TSV Schmiden muss die Aufstiegsfeier verschieben

Frank Weinle, der damals beim entscheidenden Aufstiegsspiel aufgrund einer Sperre nicht auf dem Platz stand, hat in diesen Wochen als Sportdirektor für die neue Saison jede Menge zu tun – er stellt mit dem künftigen Trainer Mario Marinic den Kader zusammen. Eine wichtige Personalie konnte er jetzt klären: Der erfahrene Mittelfeldakteur Charalambos Parharidis, der zuletzt aufgrund verletzungsbedingter Ausfälle in der Abwehrreihe der Fellbacher Fußballer glänzte, wird auch in der kommenden Runde das Trikot des SV Fellbach tragen.Als die Nachricht vom 5:1-Auswärtserfolg des TSV Schornbach II kam, feierten die Fußballer des TSV Schmiden II am Sonntagnachmittag bereits ihren 3:0-Erfolg gegen die Gäste des TSV Leutenbach II. Die Feier wäre bedeutend größer ausgefallen, hätte der Ligakonkurrent und Tabellenzweite am vorletzten Spieltag in der Kreisliga B verloren. Dann hätte die Mannschaft um den Trainer Damir Lisic bereits den Aufstieg in die Kreisliga A feiern können. So aber muss sie sich noch etwas gedulden. Mit einem Sieg am 12. Juni beim TSV Schlechtbach II könnte der zweite Verbund des TSV Schmiden dann aber den Sprung nach oben klarmachen. „Das ist schon ein bisschen ärgerlich, dass wir jetzt fast zwei Wochen warten müssen, wir sind voller Vorfreude auf den möglichen Aufstieg“, sagt Marco Fazio, der nicht nur Spieler, sondern seit Mitte Mai auch stellvertretender Abteilungsleiter und damit Nachfolger von Ralf Schäfer ist. Außerdem ist bei dieser Mitgliederversammlung Bastian Csintalan zum neuen Jugendleiter gewählt worden. Nachdem am Sonntag auch die erste Mannschaft ihr letztes Heimspiel dieser Saison beendet hatte – das Team um den Trainer Michael Felix gewann gegen den TSV Leutenbach mit 2:1 –, warfen die Schmidener den Grill an und feierten gemeinsam ein wenig. Die große Feier soll dann nach dem möglichen Aufstieg starten.

Domenico Russo künftig Sportlicher Leiter beim TV Oeffingen

Die Oeffinger Landesliga-Fußballer müssen mit dem Feiern warten. Noch steht der Klassenverbleib nicht sicher fest. Der TVOe könnte noch als Tabellenzwölfter in die Relegation gegen den Sieger der Aufstiegsrunde der Bezirksliga-Zweiten antreten müssen. Die Lage in der Liga erleichtert die Saisonplanungen nicht. Fest steht, dass das Trainerteam bleibt: Haris Krak, sein Co-Trainer Giuseppe Stanzu, der Torwarttrainer Manfred Zmudzki und der Mannschaftsbetreuer Jürgen Beier. Für eine weitere Runde zugesagt haben auch der Torwart und Kapitän Mario Peric sowie der Toptorjäger Faton Sylaj. Ebenso Domenico Russo, der bei der 1:2-Niederlage am Sonntag beim SV Germania Bietigheim erstmals seit langem in der Anfangsformation auflief und gleich zum Spieler des Tages avancierte. Nächste Saison wird der 34-Jährige die Rolle als Bindeglied zwischen erster Mannschaft und Abteilungsspitze übernehmen. „Er ist dann quasi unser Sportlicher Leiter“, sagt Haris Krak.

Ein Flitzer saust am Vatertag über den Fußballplatz des SV Hegnach

Ein Flitzer sauste am Vatertag über den Fußballplatz des SV Hegnach – und zwar im Finale des württembergischen Verbandspokals, das die Frauen des SV Hegnach gegen den TSV Tettnang mit 3:0 gewannen. Der Nackedei, der nicht aus Hegnach kommt und seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, hatte gewettet, dass er beim Abschiedsspiel von Isabel Kochkach, die seit 2006 für die Fußballerinnen des SV Hegnach aufläuft, unbekleidet übers Feld rennt. Sein Wettpartner soll, heißt es aus gut informierten Kreisen, der Ehegatte der zu verabschiedenden Spielerin gewesen sein, die, siehe Foto, sichtlich Spaß an der Aktion in der 81. Minute hatte. Dem SV Hegnach droht aber jetzt eine Strafe vom Württembergischen Fußballverband. „Es gab auch Pyro vonseiten der Gegnerinnen, und der Ausrichter wird automatisch belangt“, sagt der Abteilungsleiter Alexander Rieger. „Wir müssen bis Donnerstag eine Stellungnahme abgeben.“

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