Nach dem ersten Verbot einer religiösen Gruppierung in Baden-Württemberg bleibt das Quartier des Botnanger Moscheevereins Mesdschid Sahabe an der Regerstraße bis auf weiteres geschlossen.
Nach dem ersten Verbot einer religiösen Gruppierung in Baden-Württemberg bleibt das Quartier des Botnanger Moscheevereins Mesdschid Sahabe an der Regerstraße bis auf Weiteres geschlossen. „Es wurde beschlagnahmt“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Stuttgart am Freitag. Allerdings gebe es einen Verwalter, der sich um die Heizung kümmere und auch sonst nach dem Rechten schaue.
Die sichergestellten Beweisstücke aus der Durchsuchung vom Donnerstag – Bargeld, Literatur und schriftliche Unterlagen – würden jetzt gründlich ausgewertet, machte der Polizeisprecher deutlich. Das Innenministerium hatte angekündigt, dass es schnell reagieren werde, wenn sich daraus Anhaltspunkte für ein verbotswidriges Vorgehen anderer Vereine ergeben sollten. Der Verfassungsschutz hat noch drei weitere Stuttgarter Gruppen im Blick – zwei in Bad Cannstatt und eine in Zuffenhausen.
Vor dieser sei noch keine religiöse Gruppierung in Baden-Württemberg verboten worden, sagte ein Ministeriumssprecher. Das verbotene Multikulturhaus habe seinen Sitz in Neu-Ulm/Bayern gehabt. Drei weitere Verbote gab es im Südwesten in dieser Legislaturperiode: gegen Gruppen der Straßengangs Red Legion und Hells Angels und gegen die rechtsextremen Autonomen Nationalisten Göppingen.