Verbot von Luftballons Folgt Stuttgart dem Beispiel von Gütersloh?

Der Traum vieler Kinder beim Wasen-Besuch: Ein mit Gas gefüllter Luftballon. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
Der Traum vieler Kinder beim Wasen-Besuch: Ein mit Gas gefüllter Luftballon. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Auf öffentlichen Flächen und bei städtischen Veranstaltungen dürfen in Gütersloh künftig keine mit Gas gefüllten Luftballons mehr in die Luft steigen. Auch in Stuttgart haben sie schon für Ärger gesorgt – kommt auch hier ein Verbot?

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In der baden-württembergischen Landeshauptstadt muss man bislang nicht befürchten, Hochzeiten und Feste ohne Luftballons feiern zu müssen. „In Stuttgart spielen derartige Überlegungen bislang keine Rolle, da wir keine rechtliche Grundlage für ein Luftballonverbot sehen“, teilt die Stadt mit. Jedoch beobachte man die Entwicklungen in Gütersloh mit Interesse.

Metallbeschichtete Luftballons sind auf dem Wasen bereits verboten

Doch auch in Stuttgart ist eine Art der bunten Himmelsstürmer nicht gern gesehen: Metallbeschichtete Luftballons dürfen auf dem Wasen nicht mehr verkauft werden, auf Bahnsteigen sind sie grundsätzlich verboten. Allerdings nicht aus Umweltbedenken, sondern wegen Sicherheitsrisiken. Kommen sie mit den Oberleitungen von Zügen in Kontakt, drohen lebensgefährliche Folgen. Durch die Metallbeschichtung kann der Strom aus der Leitung in die Schnur gelangen – und darüber auf den Menschen. Ein schmerzhafter Griff in die Steckdose ist das nicht: Die Leitung hat 15000 Volt Spannung. 2017 kam es zu einem Zwischenfall, als ein metallbeschichteter Luftballon an die Oberleitung im Stuttgarter Hauptbahnhof geriet. Die Folge: Ein Funkenregen ergoss sich über den Bahnsteig, ein Kurzschluss entstand, S-Bahnen konnten nicht mehr einfahren, der Zugverkehr war bis auf Weiteres lahm gelegt.

Nichtsdestotrotz, private Veranstalter beginnen bereits, sich von der bunten Plastikdekoration zu verabschieden. Wie unsere Zeitung berichtete, haben bereits mehrere Eventveranstalter beschlossen, zukünftig auf Luftballons zu verzichten, darunter der Christopher Street Day oder die evangelische Kirche.

Neu ist das Verbot von Luftballons übrigens nicht: In den Niederlanden gab es bereits vergangenen März in 17 Prozent der Gemeinden ähnliche Regeln wie in Gütersloh.




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