Verdienst-Studie Stuttgart bietet Fachkräften die höchsten Gehälter

Von Imelda Flaig 

Wer wie viel verdient, das hängt nicht nur vom Job ab, sondern auch von der Branche und der Region. Baden-Württemberg und insbesondere Stuttgart liegen hier vorn.

Das Durchschnittsgehalt in Baden-Württemberg liegt bei 48 870 Euro, das sind 8,6 Prozent mehr als im Bundesschnitt. Foto: dpa
Das Durchschnittsgehalt in Baden-Württemberg liegt bei 48 870 Euro, das sind 8,6 Prozent mehr als im Bundesschnitt. Foto: dpa

Stuttgart - Wenn es ums Geldverdienen geht, macht Stuttgart im Vergleich der 16 Landeshauptstädte das Rennen, denn Beschäftigte verdienen hier im Schnitt 56 160 Euro. Damit liegt laut Gehaltsatlas 2019 das durchschnittliche Jahresgehalt um 24,8 Prozent über dem Bundesdurchschnitt von 45 000 Euro. „Top-Unternehmen aus der Automobilindustrie wie Daimler und Porsche treiben die Gehälter in die Höhe“, so die Begründung von Philip Bierbach, Geschäftsführer der Hamburger Onlineplattform Gehalt.de, die den Vergleich erhoben hat.

Schlusslicht ist Schwerin mit minus 21,7 Prozent. In den neuen Bundesländern verdienen Beschäftigte im Schnitt weniger als 37 000 Euro – Ausnahme ist Berlin, wo das Gehaltsniveau vergleichsweise hoch ist, auch wenn es unter Westniveau liegt.

48 870 Euro Durchschnittsgehalt in Baden-Württemberg

Im Länder-Ranking nimmt Hessen den Spitzenplatz ein – hier verdienen Beschäftigte im Schnitt 51 345 Euro. Damit liegt das Durchschnittsgehalt um 14,1 Prozent höher als im Bund. Baden-Württemberg folgt auf Platz zwei mit 48 870 Euro, das sind 8,6 Prozent mehr als im Bund.

Bei der Geschlechtergerechtigkeit ist der Südwesten allerdings Schlusslicht. In Baden-Württemberg ist der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern – die unbereinigte Entgeltlücke – mit 26,5 Prozent am größten im bundesweiten Vergleich. Am besten schneidet Mecklenburg-Vorpommern ab. Hier ist die Entgeltlücke – das so genannte Gender Pay Gap – zwischen den Geschlechtern mit 16,4 Prozent am niedrigsten.