Verein der Hundefreunde Ein Faible für Vierbeiner

Von Bernd Zeyer 

Der Verein der Hundefreunde Zuffenhausen ist im Jahr 1906 gegründet worden.

Hund und Mensch einträchtig nebeneinander: Dieter Kupsch (rechts), Ludwig Bell und sein Jack-Russel-Terrier Felix. Foto: Bernd Zeyer
Hund und Mensch einträchtig nebeneinander: Dieter Kupsch (rechts), Ludwig Bell und sein Jack-Russel-Terrier Felix. Foto: Bernd Zeyer

Stuttgart-Zuffenhausen - Als der Verein der Hundefreunde Zuffenhausen (VdH) im Jahr 1906 gegründet worden ist, hatte Deutschland noch einen Kaiser, Württemberg einen König und die meisten der Vereinsmitglieder einen Schäferhund. Nicht nur an den politischen Verhältnissen hat sich im Laufe der Jahrzehnte eine Menge geändert. Schafften sich viele Menschen früher einen Vierbeiner zum Schutz- beziehungsweise Wachdienst an, so sind heutzutage ganz andere Eigenschaften gefragt.

„Früher lebte ein Hund im Zwinger, heute ist er ein Teil der Familie“, sagt VdH-Kassier Ludwig Bell. Natürlich gebe es nach wie vor große Wach- und auch Jagdhunde, wirklich im Trend würden aber kleine oder mittlere Tiere liegen. „Der Mops ist wieder im Kommen“, beschreibt Bell die momentane Entwicklung. Im VdH gebe es allerdings noch keinen. Ebenso wenig, wie es dort Kampfhunde gibt. Pitt Bull und Co. sind bei den Hundefreunden auf dem Burgholzhof nicht gern gesehen.

„Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht“, soll Heinz Rühmann einmal gesagt haben. Der berühmte Schauspieler hat auch wirklich nach diesem Grundsatz gelebt und hatte fast immer einen Hund an seiner Seite. Den entsprechenden vierbeinigen Begleiter zu finden, setzt entsprechende Beratung voraus. Und die bekommt man bei den Zuffenhäuser Hundefreunden. Mindestens genauso wichtig ist allerdings, wie es danach weiter geht. „Ein Hund sollte eine gewisse Erziehung bekommen“, sagt Ludwig Bell. Dazu zählt nicht nur der Gehorsam, sondern auch das Einhalten von Verhaltensregeln. Dass ein Hund Jogger oder Radfahrer anspringt, sollte schlichtweg nicht passieren. „Eine Begleithundeprüfung ist absolut sinnvoll“, sagt Bell. Trainiert werden kann dafür auf dem großzügigen Vereinsgelände des VdH an der Straße Roter Stich. Dorthin ist man im Jahr 1947 gezogen. Zuvor hatte der Verein seine Heimat auf dem Areal, auf dem sich heutzutage das Robert-Bosch-Krankenhaus befindet.

Eine große Rolle spielt die Jugendarbeit

Auf dem Vereinsgelände stehen das Vereinslokal „Pauls Hütte“ und ein kleines Häuschen, in dem es zahlreiche Pokale zu sehen gibt, die die Vereinsmitglieder gewonnen haben. Regelmäßig nimmt der VdH an Parcours-Wettbewerben teil, wobei Frauchen oder Herrchen sowie ihr bellender Begleiter ihr Geschick unter Beweis stellen können.

„Eine große Rolle spielt für uns die Jugendarbeit“, sagt Ehrenvorsitzender Dieter Kupsch. So veranstaltet der Verein beispielsweise regelmäßig Freizeiten. Dass Kinder mit Hunden zu tun haben, ist für Kupsch absolut sinnvoll: „Das Verantwortungsbewusstsein wird gefördert, die Kinder bewegen sich und kommen mit der Natur in Kontakt.“ Natürlich würde dies auch für Erwachsene gelten.

Grundsätzlich sieht der Verein seine Aufgabe darin, Vierbeiner artgerecht und verständnisvoll zu sozialverträglichen Tieren zu erziehen. Hund und Mensch sollen lernen, sich zu verstehen und zu vertrauen. „Die Vorstände haben im Laufe der Jahre gewechselt, aber der Gedanke an eine humane Ausbildung der Hunde stand immer im Vordergrund“, fasst Dieter Kupsch das Credo des Vereins der Hundefreunde zusammen.

Verein der Hundefreunde:

Anschrift: Roter Stich 132, 70376 Stuttgart
Telefon: 65 99 725 (Pierre Sageaux)
Homepage: vdh-zuffenhausen.de
Vorsitzender: Jean-Pierre Sageaux
Gründungsjahr: 1906
Mitgliederzahl:
120

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