Verein Outer Rim Urban Art zieht aus der Vorstadt in die Innenstadt

Von Ina Schäfer 

Der Verein Outer Rim fördert junge Künstler und eröffnet eine Galerie im Westen. Outer Rim war ursprünglich ein loser Zusammenschluss von Künstlerinnen und Künstlern, aber auch von Kunstinteressierten.

Die Truppe um Lena Moskwa (mittlere Reihe links) bietet eine Plattform für junge Künstler, jetzt nicht mehr nur in Bad Cannstatt, sondern auch in der Innenstadt Foto: Outer Rim
Die Truppe um Lena Moskwa (mittlere Reihe links) bietet eine Plattform für junge Künstler, jetzt nicht mehr nur in Bad Cannstatt, sondern auch in der Innenstadt Foto: Outer Rim

S-West - Eine Woche praktisch ohne Schlaf liegt hinter den Jungs und Mädels von Outer Rim. Und an Ausruhen ist auch weiter nicht zu denken. Schlag auf Schlag geht es im Moment. „Wir stecken mitten im Umzug“, sagt Lena Moskwa. Die Kunsttherapeutin ist Vorsitzende des Vereins Outer Rim, was übersetzt so viel heißt wie Vorstadt. Bisher haben die Veranstaltungen der Truppe auch genau dort stattgefunden, im Outer Rim, in der „Vorstadt“ Bad Cannstatt.

Dort haben sie vor einigen Jahren etwas Einzigartiges ins Leben gerufen, das Urban-Art-Festival Kunst im Club, eine Plattform für junge Kultur Schaffende im Zollamt auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände. Es ist bis heute das einzige Festival seiner Art in der Landeshauptstadt. „So eine Veranstaltung hat hier einfach gefehlt, und wenn etwas fehlt, dann muss man es eben selber machen“, sagt Stefan Bubeck von Outer Rim.

Mit viel Enthusiasmus bei der Sache

Outer Rim war ursprünglich ein loser Zusammenschluss von Künstlerinnen und Künstlern, aber auch von Kunstinteressierten. Seit Ende vergangenen Jahres sind sie ein eingetragener gemeinnütziger Verein, das Ziel ist dasselbe geblieben. Eben erst ist die dritte Auflage von Kunst im Club über die Bühne gegangen – Tage voll mit Malerei, Graffiti, Installationen, Tanz und vielem mehr von talentierten Künstlern aus Stuttgart, der Region und weltweit. Das Festival wird jährlich größer und bekannter. Die Arbeit und der organisatorische Aufwand wird damit immer umfangreicher. Trotzdem – und obwohl sich alle Mitglieder ehrenamtlich engagieren – sind sie mit viel Enthusiasmus bei der Sache. Mehr noch: die Unterstützung junger Künstler aus der Urban-Art-Szene soll weiter forciert werden. Die Truppe wird nicht mehr nur in Bad Cannstatt und einmal jährlich aktiv, sondern auch in der Innenstadt und das gleich dauerhaft.

Die Kunsttherapeutinnen von Outer Rim, darunter Lena Moskwa, haben sich an der Bebelstraße 70 eine Ladenfläche gemietet. In den kleinen Räumen im Stuttgarter Westen ist in Zukunft der Vereinssitz von Outer Rim, ein Ort der Begegnungen für junge Künstler und Kunstinteressierte, in dem Workshops und Kulturveranstaltungen angeboten werden. Im Untergeschoss richten die Kunsttherapeutinnen ihren „Werkraum – Atelier für Kunst, Kunsttherapie und Beratung“ ein. Am Freitag wird Eröffnung gefeiert.

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