Vergleich von Ufern Eis am Fluss: die Freitreppe als beliebter Treffpunkt

Die Stadt Saarbrücken hat sich die Neugestaltung ihres Flussufers einiges kosten lassen. Der Erfolg gibt ihr recht, die Berliner Promenade ist ein Besuchermagnet. Foto: bub/ck
Die Stadt Saarbrücken hat sich die Neugestaltung ihres Flussufers einiges kosten lassen. Der Erfolg gibt ihr recht, die Berliner Promenade ist ein Besuchermagnet. Foto: bub/ck

Saarbrücken zeigt, welche Rolle Lokale am Ufer bei der Aufwertung einer Stadt spielen können. Ein Vorteil: Die Saar fließt direkt durch die Stadt.

Wochenendbeilage : Ingmar Volkmann (ivo)
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Saarbrücken - Wir können alles außer Fluss, ließe sich ein etwas abgedroschener Werbeslogan noch weiter abnutzen. Bei der Aufwertung einer Stadt durch Gastronomie am Fluss sind andere Gemeinden weiter als Stuttgart. In Saarbrücken zum Beispiel tut sich in diesem Bereich einiges. Die saarländische Landeshauptstadt hat gegenüber Stuttgart den Vorteil, dass die Saar wirklich durch die Stadt fließt und nicht an ihr vorbei.

Die Situation in Saarbrücken ist aber mit der in Stuttgart insofern zu vergleichen, als dass man auch an der Saar in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts jegliche Stadtplanung der Huldigung des Automobils untergeordnet hat. Das Ergebnis: eine ziemlich hässliche Stadtautobahn mitten in der City Saarbrückens, die den Fluss auf der einen Uferseite vom städtischen Leben trennt.

Diese Stadtautobahn soll nun als Tunnel unter der Saar verschwinden. Stadtpressesprecher Thomas Blug: „Durch das Großprojekt Stadtmitte am Fluss wollen wir die Innenstadt aufwerten. Wir wollen das städtische Leben wieder stärker an den Fluss bringen. Dabei spielt natürlich auch die Gastronomie eine Rolle.“

„Neue Ansiedlungen an der Promenade“

Das Problem ist allerdings – Überraschung – die Finanzierung. Die Stadt Saarbrücken ist hoch verschuldet. Zumindest Teile des ehrgeizigen Neubauprojekts wurden aber dank diverser Fördergelder bereits verwirklicht. „Die Revitalisierung der Berliner Promenade als Flaniermeile an der Saar ist fast abgeschlossen. Die neu entstandene Freitreppe ist bereits ein beliebter Treffpunkt in der City. Der 26-Millionen-Bau – 50 Prozent der Kosten trägt die EU, den Rest teilen sich Stadt, Land und Bund – hat zu neuen Ansiedlungen an der Promenade geführt. Dazu zählen unter anderem Bars und Restaurants“, so Blug weiter. Die Besucher nutzen die Freitreppe seitdem für ein Getränk oder ein Eis direkt am Fluss.

Die andere Seite der Saar ist übrigens seit jeher ein Besuchermagnet, verrät Thomas Blug. Der Grund: eine Strandbar am Saarufer, ein Biergarten direkt am Fluss und der Ulanen Pavillon mit seinem riesigen Biergarten, der in Saarbrücken eine absolute Marke ist, zeigen eines: Im Gegensatz zu Stuttgart kann Saarbrücken jetzt schon Fluss.

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