Verkehr bei Marbach ausgebremst Tempo 30 auf der Landesstraße
Auf der freien Strecke zwischen Marbach und der Schweißbrücke bei Erdmannhausen sind die Bodenwellen so stark, dass Autofahrer den Fuß stark vom Gas nehmen müssen.
Auf der freien Strecke zwischen Marbach und der Schweißbrücke bei Erdmannhausen sind die Bodenwellen so stark, dass Autofahrer den Fuß stark vom Gas nehmen müssen.
Innerhalb geschlossener Ortschaften ist es an vielen Stellen längst Usus, dass spätestens bei Tempo 30 der Fuß vom Gas genommen werden muss. Anders auf freier Strecke. Dort ist es schon ungewöhnlich, wenn man sein Auto auf diese Geschwindigkeit herunterzubremsen hat – so wie nun schon seit geraumer Zeit einige hundert Meter vor dem Ortsschild von Marbach auf der Landesstraße 1124 zwischen der Schillerstadt und der Schweißbrücke bei der Erdmannhausen. Ursächlich für das 30er-Schild sind Bodenwellen.
„Im besagten Bereich kam es zu Setzungen des Straßenkörpers“, erklärt Franziska Schuster, Pressesprecherin des Landratsamts. Deshalb habe die Straßenmeisterei schon im Juni das 30er-Schild aufgestellt. Behoben ist das Problem allerdings bis heute nicht. Immerhin will das für die Schadensbeseitigung zuständige Regierungspräsidium Stuttgart laut Schuster im Frühjahr „Erkundungsarbeiten durchführen, damit die genaue Ursache ermittelt werden kann und daraus Rückschlüsse für eine mögliche Sanierung geschlossen werden können“. Wann die Bagger anrücken werden und zum Umfang der Arbeiten habe die übergeordnete Behörde „noch keine Auskunft erteilen“ können.
Handlungsbedarf besteht auch auf der Fortführung der Straße in Marbach selbst an der Handelshofkreuzung. Mehrfach haben einzelne Stadträte bereits den miserablen Zustand des Belags beklagt, wegen der Setzungen hebelt es Autos an besonders desolaten Stellen selbst in gemäßigter Geschwindigkeit beinahe aus. Entsprechend wolle das Regierungspräsidium Stuttgart diesen Abschnitt auf Vordermann bringen lassen, teilt die Landratsamts-Sprecherin Franziska Schuster mit. „Eine reine Deckensanierung wird hier jedoch nicht ausreichen, sodass eine umfassende Erhaltungsmaßnahme vorzusehen ist“, kündigt Schuster an. Das Ganze solle in einem Paket mit der Oehlerkreuzung an der Landesstraße entlang des Neckars zwischen Marbach und Ludwigsburg-Neckarweihingen gestemmt werden. Dadurch könnten „verschiedene Synergien erzeugt werden können“. Die Beeinträchtigungen für Autos, Lastwagen und Co. würden durch eine abgestimmte Verkehrsführung reduziert und die Gesamtbauzeit verkürzt. Außerdem habe es wirtschaftliche Vorteile, wenn die Arbeiten an der Oehler- und der Handelshofkreuzung in einem Aufwasch erledigt würden.