Verkehr in Ehningen Gemeinde nimmt Verkehrssünder am Bahnhof ins Visier
In Ehningen wird in sensiblen Bereichen zu schnell gefahren. Die Gemeinde möchte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und schafft zusätzliche Kurzparkplätze
In Ehningen wird in sensiblen Bereichen zu schnell gefahren. Die Gemeinde möchte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und schafft zusätzliche Kurzparkplätze
Die Bahnhofsstraße in Ehningen ist ein gefährlicher Bereich. Das liegt am Straßenverkehr, liegt daran, dass in eben diesem schwer einsehbaren Bereich täglich viele Schülerinnen und Schüler die Straße queren. Zugleich entsteht in der Aidlinger Straße eine gefährliche Verkehrssituation durch parkende Fahrzeuge und fehlende Ausweichmöglichkeiten. Der Ehninger Gemeinderat befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit beiden Situationen und leitete Änderungen ein.
In der Bahnhofsstraße, so Ehningens Bürgermeister Lukas Rosengrün bei der Erörterung des Themas im Gemeinderat, verlaufe der Hauptschulweg der Gemeinde. Linienbusse, die im Halteverbot warten und die Einsicht in die Straßensituation beschränken, sorgen im Verein mit einer Neigung der passierenden Autofahrer zu überhöhter Geschwindigkeit für die deutliche Gefahrensituation. Die Gemeinde Ehningen hat in der Tempo 30-Zone Geschwindigkeitsmessungen vornehmen lassen, hat dort auch immer wieder Blitzer positioniert – während in anderen Straßen Ehningens die Quote der Regelüberschreitungen bei zwei oder drei Prozent liege, so Rosengrün, liege sie in diesem Bereich bei 35 Prozent – wobei natürlich nur Fahrer erfasst wurden, die die Verkehrskontrolle zu spät wahrnahmen. Rosengrün geht davon aus, dass mindestens die Hälfte der Autofahrer in der Bahnhofsstraße mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs sind.
Der Grund für dieses Verhalten liegt mutmaßlich im breiten Ausbau der Straße. Dem soll nun durch zusätzliche Parkplätze, die die Fahrbahn schmälern, entgegengewirkt werden. Ergebnis einer Verkehrsschau im vergangenen Jahr ist ein Lösungsansatz, der drei Kurzparkplätze, Verweildauer 30 Minuten, und zwei Wartezonen für Linienbusse vorsieht. Das absolute Halteverbot im Bereich der Bahnhofsgaststätte, der bislang von Busfahrern regelwidrig genutzt wurde, soll durch so genannte Bischofsmützen gesichert werden, aus dem eingeschränkten Halteverbot auf der südlichen Seite der Straße soll ein absolutes werden.
Den einstimmigen Beschluss des Gemeinderates in dieser Sache möchte Ehningen zeitnah umsetzen. Eine Neuregelung der Parksituation in der Aidlinger Straße muss, da es sich um eine Kreisstraße handelt, zunächst vom Landratsamt begutachtet werden. In diesem Bereich bestehen, bei gewachsener Wohnbebauung, zu wenige Parkplätze, was dazu führt, dass der Verkehrsweg durch Fahrzeuge, die am Straßenrand parken, verengt wird, Raum für eine Befahrung aus beiden Seiten nicht bleibt. Fahrer weichen auf den Gehsteig aus und gefährden Fußgänger. Hier möchte Ehningen das Parken nur noch auf ausgewiesenen Flächen gestatten, die entsprechend markiert werden sollen.