Verkehr in Neuhausen Neue Sanierungspläne: Wann wird die „holprigste Straße des Kreises“ repariert?
Die Kirchstraße in Neuhausen erntete bei einer kreisweiten Umfrage unserer Zeitung harsche Kritik. Nun liegen Sanierungspläne vor.
Die Kirchstraße in Neuhausen erntete bei einer kreisweiten Umfrage unserer Zeitung harsche Kritik. Nun liegen Sanierungspläne vor.
Den zweifelhaften Titel der „holprigsten Straße im Kreis Esslingen“ haben die Leserinnen und Leser unserer Zeitung der Kirchstraße in Neuhausen verliehen. Schlaglöcher und Unebenheiten, aber auch die problematische Park- und Haltesituation machen die wichtige Verkehrsader zum Problemfall.
Nun stellte das Büro Klinger und Partner den Gemeinderäten zwar eine Studie vor, wie die Kirchstraße saniert werden könnte. Angesichts knapper Finanzen ist jedoch völlig offen, wann die Sanierung realisiert werden kann.
Wer keine guten Stoßdämpfer hat, der wird bei Fahrten durch die Kirchstraße kräftig durchgeschüttelt. Seit Jahren ist nicht nur der Ärger der Bürgerinnen und Bürger groß. Auch die Kommunalpolitiker fordern seit langem in ihren Haushaltsreden, dass endlich etwas geschehen muss. Um den Haushalt zu konsolidieren, kommt derzeit aber jede Ausgabe auf den Prüfstand. Nur für laufende Projekte reicht das Geld. Ein großes Vorhaben wie den Neubau des Kinderhauses in der Friedhofsaue muss die Fildergemeinde ebenso auf Eis legen wie die Sanierung der maroden Straße, die viele Menschen täglich ärgert. Immer wieder beschweren sich Verkehrsteilnehmer im Rathaus. „Über die Kirchstraße kommen bei uns die meisten Beschwerden an“, hatte der Beigeordnete Rainer Däschler schon im Oktober 2024 den Gemeinderäten berichtet.
Um das Projekt voranzubringen, hatten die Kommunalpolitiker im Oktober 2024 die Planungsleistungen vergeben. Schon damals war klar, dass sich die angedachte Realisierung ab Anfang 2026 angesichts der angespannten Haushaltslage der Fildergemeinde wohl nicht realisieren lässt. Der Gemeinderat hatte einstimmig seinen Segen zur Vergabe von Planungsleistungen an das Stuttgarter Ingenieurbüro Klinger und Partner vergeben. Die Honorarkosten liegen bei 595 000 Euro, die auf die Haushaltsjahre 2024 bis 2027 verteilt werden.
Neben der Erneuerung von Kanälen sowie Wasser- und Gasleitungen schlugen die Planer in dieser frühen Phase vor, die Fahrbahnbreite durchgängig auf 6,50 Meter zu reduzieren – derzeit ist die Straße sieben Meter breit. Das würde Platz für breitere Gehwege schaffen – zumindest auf der Westseite. Weil parkende Autos jetzt immer wieder die Durchfahrt versperren, möchte die Gemeinde auch die Parksituation überdenken. Neu gestaltet werden die Einmündungen in Seitenstraßen, und es sollen klimaresiliente Bäume gepflanzt werden.
„Wildes Parken“ ist nach Ansicht der Planer ein großes Problem. Deshalb plädierten sie in ihrer Präsentation vor dem Ausschuss für Technik und Umwelt für eine „klare Anordnung der Stellplätze“. Buchten in der Kirchstraße sollen wegfallen. Ein großes Thema bei den weiteren Planung ist die Aufwertung der Straße für Fußgänger und Radfahrer. Der Überweg für Fußgänger am Ortsausgang soll breiter und der Radverkehr besser geführt werden. In der Sitzung zeigten die Planer verschiedene Optionen auf, die nun von den Kommunalpolitikern weiter diskutiert werden.