Verkehr in Ostfildern Fünf Monate Bauzeit: Endlich freie Fahrt in der Kaiserstraße in Ostfildern

An der Haltestelle Kaiserstraße in Nellingen gibt es jetzt Wartehäuschen. Foto: privat

Nach fünfmonatiger Bauzeit und Umleitungen über Nebenstraßen gibt es in Ostfildern (Kreis Esslingen) eine Baustelle weniger. Warum dauerte es so lang?

Reporterin: Elisabeth Maier (eli)

Mit einer radfahrerfreundlichen Ampel ist die Haltestelle Kaiserstraße an der Esslinger Straße in Nellingen nun sicherer. Die Sanierung ist fertig. Jetzt gibt es dort in Fahrtrichtung Denkendorf eine Wartehalle, damit Busfahrgäste auch bei Regen geschützt sind. „In der Gegenrichtung stellen wir demnächst ebenfalls eine überdachte Wartehalle auf“, sagt Christoph Ruth, Projektleiter bei der Stadtentwicklungsgesellschaft Ostfildern.

 

„Bisher mussten die Fahrgäste bei Regen oft vor umliegenden Gebäuden unterstehen“, sagt Ruth. Das war auch für die Geschäfte wie die Bäckerei Bluthardt ein Ärgernis. Demnächst wird nun an der Bushaltestelle der Linie 119 auch in Richtung Esslingen ein Wartehäuschen aufgestellt. Es stand bisher an der Otto-Schuster-Straße und wird nun an der Kaiserstraße weiter genutzt. „Zurzeit sind die Teile noch im Lager.“

Die Ampel an der Kaiserstraße lässt sich auch von Radfahrern bedienen. Foto: privat

Zunächst waren vier Monate für den Umbau angesetzt. „Wegen zusätzlicher Arbeiten war aber bald nach Baustart klar, dass es länger dauern würde“, sagt Ruth. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der halbseitigen Sperrung und den umgeleiteten Bussen seien die Umbauarbeiten zügig gelaufen, sagt der Projektleiter. Bei Autofahrern sorgte die Umleitung über Nebenstraßen zwar anfangs für Verwirrung, manche ärgerten sich auch. Dennoch fällt Ruths Fazit positiv aus: „Viele hatten Verständnis.“ Wegen zusätzlicher Leitungsarbeiten, unter anderem für Wasser- und Glasfaseranschlüsse sowie ergänzender Asphaltarbeiten hat sich die Bauzeit um einige Wochen verlängert.

Ampel sorgt im Ostfildern für mehr Sicherheit

Jetzt hat sich die Situation für alle Verkehrsteilnehmer deutlich verbessert. Da die Kreuzung Esslinger-/Kaiser- und Schillerstraße viel von Fußgängern und Radfahrern genutzt wird, hat die SEG dort eine Ampelanlage errichten lassen. „Das ist ein viel genutzter Schulweg zum Campus in den Anlagen“, sagt Ruth. 13 000 Autos verkehren durchschnittlich auf der Esslinger Straße. Da gelte es, die Fußgänger und die Radler bestmöglich zu schützen. Der tiefergelegte Anforderungstaster für die Radampel ist etwas abseits in der Schillerstraße. „Es wird einige Zweit dauern, bis sich das herumgesprochen hat“, sagt Ruth. Es gehe darum, die Stadt fahrradfreundlicher zu gestalten.

Mit Markierungen für Blinde ist die Haltestelle Kaiserstraße barrierefrei. Foto: privat

Barrierefreiheit war bei dem Stadtentwicklungsprojekt ein großes Thema. Denn die Stadt Ostfildern legt nach eigenen Angaben Wert auf eine inklusive Gesellschaft. Jetzt sind Markierungsstreifen für blinde und sehbehinderte Menschen angebracht. So kommen sie mit den Tastern an ihren Stöcken sicher in die Busse. „Der Einstieg in die Busse ist ebenfalls barrierefrei“, sagt Ruth. Die Gehsteige wurden so geplant, dass Fahrgäste mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Rollator stufenlos in die Busse kommen.

„Klimaschutz denken wir heute bei solchen Baustellen immer mit“, sagt Christoph Ruth. Rund um die Haltestelle sind Beete angelegt. „Da pflanzen wir Amber-Bäume, wie wir sie auch in der Hindenburgstraße haben.“ Der Boden an der Haltestelle ist mir hellen Steinen gepflastert. Ein schwarzer Untergrund würde nach Ruths Worten zu viel Hitze anziehen. Wenn die Bäume eine entsprechende Größe erreicht haben, spenden sie Schatten.

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