Verkehr in Stuttgart Blitzer am Schattenring ertappen tausende Temposünder

Viele Autofahrer sind auf der B 14 am Schattenring zu schnell unterwegs. Foto: Michael Steinert
Viele Autofahrer sind auf der B 14 am Schattenring zu schnell unterwegs. Foto: Michael Steinert

Am Schattenring sind in zwölf Tagen fast 5000 Autofahrer zu schnell unterwegs gewesen. Bald sollen neue Geräte auch die Raser im Schwanentunnel ausbremsen, und von Februar an macht die Stadt gegen Rotlichtsünder mobil.

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Stuttgart - Auf der B 14 am Schattenring sind seit Ende November zwei neue Blitzer an den stadtein- und stadtauswärts führenden Fahrspuren in Betrieb. Die an dem Unfallschwerpunkt installierten Tempowächter hatten bereits viel zu tun – zwischen dem 25. November und dem 6. Dezember wurden dort schon 4827 allzu forsche Verkehrssünder ertappt. In dem Streckenabschnitt gilt Tempo 50. Für Ordnungsbürgermeister Martin Schairer (CDU) steht der Sicherheitsaspekt im Vordergrund: „Der Schattenring ist ein Unfallschwerpunkt und muss deshalb konsequent überwacht werden.“

Die vielen Temposünder in kurzer Zeit seien eine unerfreuliche Bescherung zum Nikolaustag gewesen, sagt Joachim Elser, Leiter der Verkehrsüberwachung. Noch sei die Auswertung der Datensätze nicht abgeschlossen. „Wir wissen aber schon, dass etliche Fahrer mit mehr als 100 Kilometern an Blitzern vorbeigerauscht sind.“ Das koste nicht nur 240 Euro, dafür gebe es auch noch vier Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot. Der Fachmann hat allerdings mit so einem Ergebnis gerechnet. Bei Probemessungen im Frühsommer 2012 waren nahezu 40 Prozent der fast 100 000 damals angemessenen Fahrzeuge zu schnell unterwegs. „Der Rekord lag bei 127 Kilometern“, erläutert Elser. „Im Ernstfall hätten damals mehr als 540 Fahrer ihren Führerschein für längere Zeit abgeben müssen.“

Karte von stationären Blitzern im Stadtgebiet

Dass bereits viele Autofahrer, die stadteinwärts unterwegs waren, am Schattenring „die Kurve nicht mehr richtig gekriegt haben“, zeigen für Elser die „kunterbunten Lackspuren“ an einem Fahrbahnteiler. „Da sind schon viele wegen des zu hohen Tempos entlanggeschliddert.“ Nicht immer gehen solche Fahrfehler glimpflich ab. Im Jahr 2011 ereigneten sich am Schattenring 21 Unfälle mit Schwerverletzten. Daraufhin begannen die Planungen, diesen Unfallschwerpunkt durch Blitzer zu entschärfen. „Damit haben wir an anderen unfallträchtigen Stellen, etwa an der Heilbronner Straße, gute Erfahrungen gemacht“, so Elser.




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