Verkehrskonzept in Stuttgart-Rotenberg Keine Parkgebühren über den Sommer
Schonfrist für Ausflügler. Die Einführung der Gebührenpflicht auf dem Parkplatz an der Egelseer Heide in Rotenberg verzögert sich bis zum Ende der Sommerferien.
Schonfrist für Ausflügler. Die Einführung der Gebührenpflicht auf dem Parkplatz an der Egelseer Heide in Rotenberg verzögert sich bis zum Ende der Sommerferien.
Besucher, die über den Sommer einen Ausflug zur Egelseer Heide planen, können aufatmen. Die Einführung der Gebührenpflicht auf dem Parkplatz in Rotenberg verzögert sich weiter. Zwar wurde bereits eine Baufirma beauftragt, die Vorbereitungen für die notwendigen Parkscheinautomaten und Schilder zu treffen, „durch die hohe Auslastung kann die Umsetzung aber erst im August erfolgen“, erklärt Stadtsprecher Martin Thronberens. Anstatt wie vorgesehen im Juli werden die 115 Stellplätze voraussichtlich mit dem Ende der Sommerferien dann kostenpflichtig.
An schönen Wochenenden herrscht im ansonsten beschaulichen Stuttgarter Stadtteil das Chaos. Ausflügler aus der Region überrollen die Grabkapelle auf dem Württemberg und das Naherholungsgebiet an der Egelseer Heide. Um ein völliges Zusammenbrechen des Verkehrs zu verhindern, mussten teils drastische behördliche Maßnahmen wie die Ausweisung von Halteverboten und sogar die Sperrung der Zufahrten ergriffen werden. Daher hat die Stadt beschlossen, erstmals auf einem Parkplatz an einem Stuttgarter Naherholungsgebiet die Autofahrer an den Wochenenden sowie Feiertagen zwischen 1. März und 31. Oktober von 10 bis 18 Uhr zur Kasse zu bitten. Mit den saftigen Preisen – zwei Stunden kosten vier Euro, vier Stunden acht Euro und der ganze Tag maximal zwölf Euro – sollen die Besucher dazu bewegt werden, auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen. Denn Rotenberg ist mit der Buslinie 61 gut erschlossen, die Busse verkehren selbst am Wochenende und an Feiertagen im 15-Minuten-Takt.
Das für Stuttgart einmalige Pilotprojekt wird von Mitarbeitern des städtischen Tiefbauamtes begleitet. Im Blickfeld steht dabei nicht nur die Situation am Parkplatz selbst, sondern auch der zu erwartende Verdrängungseffekt auf die angrenzenden, noch kostenfreien Straßen. Nun allerdings erst nach den Sommerferien.